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23.07.2008  | Netzcode: 1471093
Sulzbach-Rosenberg

Dem Lockruf der Werbung widerstehen

Schuldnerberater Michael Imgrund referiert beim BVJ-Projekt über die "Fallen des Alltags"

Sulzbach-Rosenberg. (lz/bba) "Das Leben ist nicht billig", rechnete Michael Imgrund den Jugendlichen in der Berufsschule vor. Für eine Person mit einem Auto müssen als monatliche Lebenshaltungskosten auf einem niedrigen Niveau 1050 Euro an regelmäßigen und auch lebensnotwendigen Ausgaben kalkuliert werden. Damit könne sich aber dieser Mensch keineswegs viele Gegenstände oder Erlebnisse leisten, die beispielsweise durch die Werbung immer wieder angepriesen werden.

Bettina Bauer sowie Wolfgang Lorenz, die Leiter des BVJ-Projekts freuten sich, Michael Imgrund, Schuldnerberater bei der Caritas, für das schulische BVJ-Projekt am Beruflichen Schulzentrum gewinnen zu können. Der Referent, seit über 20 Jahren ein Fachmann auf seinem Gebiet, leitete mit der Filmsequenz "Spaß kostet nix" seine Ausführungen ein.

Spaß kostet Geld



Der Spaß am Leben und mitten im Leben koste aber in den meisten Fällen doch Geld und wer ein wenig über seine eigenen finanziellen Verhältnisse lebt, könne schnell in der Schuldenfalle landen. Imgrund nannte Beispiele von der dringend notwendigen Haftpflichtversicherung über eine sinnvolle Berufsunfähigkeitsversicherung bis hin zu regelmäßigen Ausgaben für das Kraftfahrzeug oder der GEZ. Wenn ein Bürger in finanzieller Not die staatliche Unterstützung von Hartz IV bekäme, bekäme er zum Leben monatlich 347 Euro überwiesen sowie die Kosten der Unterkunft übernommen, insgesamt also etwa 720 Euro.

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Kommentare
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Werner Sperber (195.145.x.x)  |  25.07.2008 12:48 Uhr

Der eine legt Geld auf die Seite und erhält Zinsen (wenn auch wenig), um etwas kaufen zu können. Der andere kauft und und legt dann erst Geld für die Bank auf die Seite und zahlt dafür viel Zinsen. Doch viele Menschen können nicht mehr sparen, weder auf die eine noch auf die andere Art. Und auch wenn die Politiker das noch so sehr leugnen: Diese Gruppe der Nichtsparenkönner machen mittlerweile rund 25 Prozent der Menschen in Deutschland aus, also betrifft das jeden vierten: Du, Du, Du und Du aber nicht. Politiker lenken gerne ab und erfinden einen Ost-West- oder einen Alt-Jung-Konflikt, um nicht die von den Politikern begünstigte Realität erklären zu müssen: Den Arm-Reich-Konflikt.


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