Bürgermeisterdienstversammlung im Landratsamt - Kommunen vor neuen Herausforderungen
Tirschenreuth. (sze) Neue Konzeptionen und Regelungen im Seniorenbereich, Änderungen im Personenstandsrecht und im bayerischen Kinderbetreuungsgesetz erörterten die Bürgermeister des Landkreises in ihrer jüngsten Dienstversammlung.
Die Notwendigkeit, dass alle Gemeinden einen Seniorenbeauftragten bis Ende September benennen sollten, begründete Ludwig Spreitzer, der Beauftragte für den Landkreis, mit der erhöhten Lebenserwartung. Die dadurch steigende Anzahl älterer, vitaler Personen verlange nach einer adäquaten Anlaufstelle. Noch im Oktober soll eine Konzeption für 2009 erstellt werden.
Die Einführung elektronischer Personenstandsregister anstelle der bisherigen Personenstandsbücher ist wahlweise ab Januar 2009 und zwingend dann ab 2014 vorgeschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt können Standesämter auch weiterhin in Papierform beurkunden.
Vom Standesamt-Personal wird in Zukunft eine höhere Qualifikation verlangt. Über die Art und Weise der elektronischen Registerführung gibt es noch keine eindeutige Lösung, wusste Josef Gmeiner vom Landratsamt. Eine zentrale Speicherung aller Daten der bayerischen Standesämter mit einem landesweiten Anwendungssystem wird derzeit favorisiert.
Gemeinden können auch die Aufgaben des Standesamtes an den Landkreis übertragen. Oder zwei Gemeinden tun sich zusammen und sparen so Personalkosten.
Von (sze) |
23.07.2008
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Tirschenreuth
Über Breitband und Senioren
Bürgermeisterdienstversammlung im Landratsamt - Kommunen vor neuen Herausforderungen
Bessere Kinderbetreuung
Emil Slany berichtete von der Prüfung kindbezogener Förderung. Demnach sollen alle zwei bis drei Jahre die Gemeinden freigemeinnützige und das Landratsamt die gemeindlichen Träger prüfen und dann die Protokolle austauschen. Dabei geht es laut Slany nicht um eine pädagogische Beurteilung, sondern nur um eine verwaltungstechnische.
Beschilderung statt Magazin
Albert Müller berichtete von sechs Anträgen auf sozialpädagogische Unterstützung von Lehrern und Eltern. Der Leiter des Kreisjugendamtes machte sich vor allem bei der Kreisstadt Hoffnungen auf eine Zusage.
Regina Rosner vom InitiAktivKreis verwies auf die einheitliche Beschilderung von Fahrrad- und Wanderwegen im Landkreis. Vorerst sind elf Kommunen dabei. Regionalmanager Florian Rüth stellte die neuesten Informationen zum Thema Breitband vor. Die Kosten beliefen sich pro Kommune auf 3000 Euro, abzüglich 50 Prozent Förderungsgelder.
Die Anregung von Landrat Wolfgang Lippert, ein Landkreis-Magazin herauszugeben, das dann viermal jährlich kostenlos in Geschäften aufliegen sollte, traf aus Kostengründen auf wenig Gegenliebe der Bürgermeister.
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