SPD-Auftakt im Wahlkreis Regensburg-Land, Schwandorf - Kreatives "Abfischen"
Nittenau. (my) Der Kandidat hatte die Umsetzung neuer Ideen versprochen. Am Sonntag wurde dies bei der SPD zum Wahlkampfauftakt in Nittenau realisiert. Bei einem Fest auf der Angerinsel gab es ein "Abfischen", schilderten die Kandidaten ihre Vorstellungen.
Es wurde eine "Zitterpartie". Für eine Open-Air-Veranstaltung ist schönes Wetter vonnöten. Und es blieb trotz Wolkenbildung trocken. Die Ortsvereine Nittenau und Fischbach hatten große Mühen aufgewendet, eine Verpflegungstheke errichtet samt Getränkeausschank und die Rednerpulte stilvoll hergerichtet.
"Die SPD hat guten Grund für sehr gute Aussichten", hieß Bürgermeister Karl Bley im Namen der Nittenauer SPD die Gäste willkommen. Zahlreiche Ortsvereine aus dem Wahlkreis 305 Regensburg-Land, Schwandorf und darüber hinaus hatten Vertreter entsandt. Gekommen waren auch MdB Marianne Schieder, MdL Franz Schindler und Landrat Volker Liedtke. Zunächst machte sich "Tante Rosi, die Kramerin von Bergham-City" (Franziska Meißel) ihre Gedanken und versprach den Kandidaten probate Mittel aus ihrem Sortiment, die auch schon jüngst bei Karl Bley und Volker Liedtke gewirkt hätten. Stellvertretende Bürgermeistermeisterin und Ortsvorsitzende Monika Kulzer führte dann durch das Programm, das mit dem "Abfischen" eine Auflockerung fand. Die Mandatsträger zogen Gegenstände wie einen alten Hut, leeren Geldbeutel oder Schultüte an Land.
Von (my) |
22.07.2008
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Nittenau
"Bildungs-Milliarde" muss her
SPD-Auftakt im Wahlkreis Regensburg-Land, Schwandorf - Kreatives "Abfischen"
"Windiges Programm"
Ihre entsprechenden Kommentare dazu vertiefte Landtagskandidat Matthias Fischer. Zum Thema Bildung forderte der 26-jährige Hochschulabsolvent aus Nittenau mehr Anstrengungen. Hier tue die Staatsregierung zu wenig. Wer im September CSU wähle, votiere für die Auflösung der einzügigen Hauptschulen. Das könne nicht sein. "Wir fordern eine Bildungs-Milliarde", betonte Fischer. Das Geld müsse auf sämtlichen Ebenen eingesetzt werden, von der Kinderbetreuung bis zur Uni-Sanierung.
Bei der Wirtschaftsförderung dürfe nicht nur München und Nürnberg berücksichtigt werden. Eine grundlegende und flächendeckende Strukturförderung, DSL inklusive, müsse endlich her: "Da hilft aber ein so windiges Programm, wie von der Staatsregierung angepriesen, wenig." Zu einer vernünftigen Wirtschaftspolitik gehöre auch eine zukunftsfähige Energiepolitik. "Energieeinsparung und Förderung der erneuerbaren Technologie sind das Gebot der Stunde, nicht eine längst überholte und viel zu gefährliche Kernenergie", so der Kandidat.
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22.07.2008
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Nittenau
"Bildungs-Milliarde" muss her
SPD-Auftakt im Wahlkreis Regensburg-Land, Schwandorf - Kreatives "Abfischen"
Matthias Fischer mahnte ferner eine solide Finanzpolitik an. Der Landesbank-Eklat und die "Transrapid"-Katastrophe sprächen Bände. Vielmehr bräuchten die Kommunen einen verlässlichen und ausreichenden finanziellen Rahmen, um ihren Aufgaben nachkommen zu können.
Landwirtschaft stärken
Bayern sei ein schönes und liebenswertes Land, ließ der Sprecher wissen. Dennoch gelte es, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, vor allem auf sozialem Sektor. Einführung des kostenlosen Schulessens, paritätisch finanzierte Bürgerversicherung im Gesundheitswesen sowie ein Gesamtkonzept zur Prävention von Kinderarmut im Freistaat gehörten zu den Kernbereichen. Ebenso gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
Ein weiteres Augenmerk werde die SPD auf den Stopp beim Bevölkerungsrückgang legen. Eine zentrale Aufgabe komme ferner der Landwirtschaft zu. Gerade sie müsse gestärkt werden, beispielsweise mit fairen Preisen. "Was wir auf keinen Fall wollen, ist die grüne Gentechnik", so Fischer abschließend.
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