Neuwahl der Jugendbeauftragten eine schwere Geburt - Für großes Engagement gedankt
Oberviechtach. (frd) Nicht unbedingt zufriedenstellend verlief die Neuwahl der Jugendbeauftragten der Stadt. Von den bisherigen fünf Jugendbeauftragten, vier von ihnen waren anwesend, stellte sich keine(r) mehr zur Wahl. Lediglich Matthias Hafenrichter erklärte sich bereit, sich im Ehrenamt als Bindeglied zwischen Jugend und Kommune für die Belange der Jugendlichen in den nächsten drei Jahren einzusetzen.
Da ein Jugendbeauftragter allein, wie aus den Berichten der bisherigen Jugendbeauftragten und dem Referat von Kreisjugendpfleger Stefan Kuhn hervorging, dieses umfangreiche Aufgabenfeld nicht alleine abdecken kann, sind Vereine und die Jugend selbst gefordert, weitere Jugendvertreter zu benennen, die dann offiziell bestellt werden.
Ein wenig enttäuscht
Ein wenig enttäuscht zeigte sich Bürgermeister Heinz Weigl im Gasthof Post, dass neben Kreisjugendpfleger Stefan Kuhn, den beiden Fraktionssprechern Stefan Schwander und Josef Lohrer, den vier bisherigen Jugendbeauftragten und einigen mit der Jugendarbeit betrauten älteren Mitbürgern nur wenige Jugendliche gekommen waren.
Stellvertretend für die bisherigen Jugendbeauftragten Martina Heindl, Christine Schießl, Christian Schilling, Michael Eckl und Tobias Weiß (hatte sich aus beruflichen Gründen entschuldigt), listete Martina Heindl die umfangreiche Tätigkeit in den vergangenen sechs Jahren auf. Sie machte deutlich, dass man die Jugend des Stadtgebietes nicht nur bei vielen Veranstaltungen vertreten hatte, sondern auch zahlreiche Impulse und Anregungen an die Kommunalvertreter weiter gegeben worden sind.
Von (frd) |
22.07.2008
| Netzcode: 1469894
Oberviechtach
Anlaufstelle für Anliegen der Jugend
Neuwahl der Jugendbeauftragten eine schwere Geburt - Für großes Engagement gedankt
Unter anderem haben die Jugendbeauftragten in Sitzungen des Leader Ausschusses, in Seminaren für Jugendbeauftragte, bei der Gestaltung des Freizeitprogramms, bei Sitzungen des Kuratoriums Soldatenfreizeitheim, der LAG-Arbeitskreise, am Agenda 21-Prozess, an überregionalen Veranstaltungen, der Zukunftswerkstatt Soldatenheim, bei Sportlerehrungen und vielen weiteren Veranstaltungen mitgewirkt oder die Meinung der Jugend vertreten.
Daneben sind noch viele eigene Aktionen wie ein Aufsichtspflichtseminar mit Stefan Kuhn, Erste-Hilfe- Kurse, Puppentheater, runder Tisch mit Vereinen, Jugendleiterseminar, Kreisjugendtag auf der Murg Murach, Zusammenstellen einer Bücherkiste und Vorträge initiiert oder mitgestaltet worden. Sichtlich beeindruckt sprachen Bürgermeister Heinz Weigl und Kreisjugendpfleger Stefan Kuhn den bisherigen Jugendbeauftragten ihren Dank und ihre Anerkennung aus, die Weigl namens der Stadt mit einem Präsent belohnte. Schließlich hatten sie in diesen sechs Jahren viel Zeit für ihre Ehrenamt aufgewendet und für die Jugend einiges bewegt.
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Christine Schießl regte vor der Neuwahl der neuen Jugendbeauftragten an, die "Amtsperiode" von sechs auf drei Jahre zu reduzieren, den Jugendbeauftragten ein finanzielles Budget zur Verfügung zu stellen und die gute Mischung zwischen jungen und schon etwas älteren Jugendbeauftragten beizubehalten.
Mitstreiter gesucht
Weigl sagte zu, diese Anregungen im Stadtrat zur Diskussion zu stellen. Die Neuwahl war schwieriger als vorauszusehen, denn die bisherigen Jugendbeauftragten zeigten sich, vornehmlich aus beruflichen Gründen, nicht mehr bereit, noch einmal zu kandidieren.
Mit Matthias Hafenrichter konnte zunächst ein Jugendbeauftragter gefunden werden, er jedoch kann dieses große Aufgabenfeld nicht alleine abdecken. Nun werden weitere Mitstreiter gesucht, wobei alle, die Jugendarbeit betreiben aufgefordert sind, geeignete Jugendliche für diese Aufgabe zu benennen.
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