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Barack Obama auf Tour - weder Messias, noch Erlöser
Kommentar von Albert Franz
Obama in Afghanistan, Obama im Irak. Der Präsidentschaftskandidat - mal rührselig beim Frühstück mit US-Soldaten, mal erfolgreich punktend beim Basketball im Kriegsgebiet. Obamas außenpolitische Wahlkampftour scheint sich zum Selbstläufer zu entwickeln. Der Schein aber trügt.In den USA wird sehr genau beobachtet, wie sich Obama jenseits des Atlantiks in Szene setzt. Ein bisschen viel Messias, so die unterschwellige Botschaft amerikanischer Medien. Und in Frankreich und Großbritannien sehen Nicolas Sarkozy und Gordon Brown mit etwas Wehmut, wieviel Zeit sich der US-Präsidentschaftskandidat für Deutschland nimmt. Außenpolitik ist eben kein Spaziergang, sondern ein Minenfeld.
Am Donnerstag, wenn die "Obama One" nach den Zwischenstopps in Jordanien und Israel auf dem Flughafen Berlin-Tegel einschwebt, wird die "Obamania" endgültig über Deutschland schwappen. Zehntausende werden erwartet, wenn er vor der Siegessäule spricht. Ein Spektakel, wie zuletzt auf der EM-Fanmeile. Die Deutschen, George W. Bush längst überdrüssig, fiebern dem Senator aus Illinois entgegen wie einem Erlöser.
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