Manuel Ziegler deutscher Jugend-Meister im Dreisprung - Druck war weg
Berlin. Das war sein Tag gewesen. Spitzbübisch lächelnd ließ sich Manuel Ziegler in Berlin die Goldmedaille umhängen. Rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt topfit, gelang dem 17-Jährigen zum zweiten Mal nach 2006 erneut der Sprung nach ganz oben.
Die blaue Bahn im großen Rund des Berliner Olympiastadions war in diesem Jahr das Ziel des deutschen Leichtathletik-Nachwuchs. Als Generalprobe für die Weltmeisterschaften 2009 im eigenem Land fanden dort die deutschen Jugendmeisterschaften und die nationalen Entscheidungen der Männer und Frauen über 3 x 1000 m und 3 x 800 m statt. Mehr als 2200 Jugendliche kämpften an drei Tagen um Medaillen und Platzierungen.
Selbst ein gebrochener Zeh konnte Dreispringer Manuel Ziegler in der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt nicht aufhalten, als er Anfang Juni mit 15,34 Metern bei der Gala in Regensburg auf die pole position in der deutschen Rangliste sprang. Der Kampf um Gold sollte eine spannende Angelegenheit werden, nachdem drei weitere 15 Meter-Springer aus einem großen Teilnehmerfeld ihre Titelanwärterschaft angemeldet hatten. Da die Meisterschaften als Testlauf für die WM 2009 genutzt wurden, gab es vor Wettkampfbeginn für die Athleten, wie bei internationalen Meisterschaften üblich, einen ersten Aufruf, einen zweiten Aufruf und den Callroom mit deutlich weiteren Wegen und dadurch veränderten Aufwärmrhythmus.
22.07.2008
| Netzcode: 1469776
Berlin
Mit erstem Sprung zu Gold
Manuel Ziegler deutscher Jugend-Meister im Dreisprung - Druck war weg
Bereits im ersten Durchgang setzte sich Manuel Ziegler als letzter Springer in seiner Konkurrenz an die Spitze, die zunächst mit einer Leistung von 14,48 Metern angeführt wurde. Trotz eines Absprunges vor dem Brett und damit verschenkter Weite landete er jenseits der 15 Meter-Marke in der Grube. "Als Jahresbester stand ich natürlich unter Druck, aber da ich im ersten Versuch mit 15,19 Metern gleich eine recht gute Weite hatte, war der Druck weg."
Danach nahm der weitere Wettkampfverlauf für den Oberpfälzer einen völlig unerwarteten Verlauf. "Eigentlich habe ich mich gut gefühlt, wollte eine bessere Weite erzielen, aber ich wollte zu viel." Während die Konkurrenz Durchgang für Durchgang näher rückte, gelang Ziegler kein weiterer gültiger Versuch. "Die nächsten Sprünge habe ich nicht halten können, die Weiten im Hop und Step zu weit angesetzt", kommentierte er im Flash-Interview mit dem Stadionsprecher seinen Wettkampf. "Die Stimmung im Olympiastadion war jedoch klasse."
22.07.2008
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Berlin
Mit erstem Sprung zu Gold
Manuel Ziegler deutscher Jugend-Meister im Dreisprung - Druck war weg
Felix Ortmann (Schweriner SC) sprang mit 14,96 Metern zu Silber, Florian Faust (LV90 Thum) wurde mit 14,88 Metern Dritter. "Es ist traumhaft, nach zwei Jahren wieder deutscher Meister zu sein. Nun stehen noch die deutschen Junioren-Meisterschaften in Recklinghausen und vielleicht als Abschluss noch ein Mehrkampf an", fasste er sein Restprogramm zusammen.
Bereits am kommenden Wochenende möchte der 17-Jährige bei den deutschen U-23 Meisterschaften wieder ins Finale der besten Acht springen. Nachdem diesmal Matthias Uhrig (TSV Freudenstadt, 15,71 Meter) die Favoritenbürde trägt, kann Manuel Ziegler unbeschwert angreifen.
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