Tännesberg
Beim Tanz kommt man sich näher
140 Oberpfälzer Volkstänzer auf Gegenbesuch in Tschechien - "Heibodnmusi" im Gepäck
Tännesberg. Dieser erste Versuch war ein großer Erfolg. Margret Landeck, Beauftragte der "Oberpfälzer Volksmusikfreunde" für den Landkreis Schwandorf, hatte die Idee, einen Gegenbesuch im benachbarten Tschechien zu starten. Die Resonanz war enorm. Gleich mehrere Busse musste sie für die 140 Tanzbegeisterten organisieren.
Auftanz und Polonaise
Die "Heibodnmusi" spielte den Auftanz, eine für den Volkstanz adaptierte Form der Polonaise. "Domazlicanka" legte mit dem auf ihren Heimatort komponierten Walzer "Domazlice". Dann ging es Schlag auf Schlag. Im Repertoire der "Heibodnmusi" fanden sich mehr traditionelle Oberpfälzer Volkstänze wie Zwiefache, Boarische und Figurentänze, aber auch der aus der Slowakei stammende Böhmerwald-Landler. Die tschechischen Vollblutmusiker begeisterten mit Tango, Foxtrott und vielen böhmischen Polkas.
Die Stimmung stieg von Minute zu Minute. Da wollte selbst die Hotelbesitzerin nicht abseits stehen. Mit ihren Töchtern tanzte sie fleißig mit. Tradition hat bei den Volkstänzen ein Schlusslied. "Dobrai Noc, auf deutsch "Gute Nacht", stimmten die tschechischen Freunde an. "A ganze Weil" und "Für heint guate Nacht, geht's hoam mit Bedacht, vergeßt's niat die Stund" verabschiedeten sich die Volkstänzer aus dem benachbarten Bayern. Eine Neuauflage im nächsten Jahr in der Oberpfalz ist bereits beschlossene Sache, kein Wunder nach diesem herrlichen Abend. Diese Art von Völkerverständigung ist es wert, in Zukunft gepflegt zu werden. Hier kommen sich Menschen bei Musik und Tanz näher, werden Kontakte über den Tag hinaus geknüpft. Ein guter Anfang ist damit am Samstag gemacht worden.
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
Heute
Gestern

versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren


