Wirtschaftsjunioren geben Hauptschülern wichtige Tipps - Gut informiert zum Personalchef
Oberviechtach. (frd) Die Realschüler sind schon durch ihre Schule gegangen, nun waren die Hauptschüler an der Reihe, sich beim Bewerbungsgespräch gute Noten zu verdienen. Allerdings noch nicht im "Ernstfall": Die "Wirtschaftjunioren", ein Kreis von jungen Unternehmern und leitenden Angestellten im Landkreis Schwandorf, bot ihnen erstmals ein Bewerbungstraining an der Oberviechtacher Doktor-Eisenbarth- Schule .
Unter der Leitung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Regensburg, die Markus Huber am Mittwoch in Oberviechtach vertrat und unter der Organisation von Gert Weymayer von der Firma F.EE Neunburg vorm Wald konnten die Schüler ihr Auftreten testen. An den Vorbereitungen waren die beiden Klassenleiter der M 9 A und M 9 B, Werner Winderl und Alois Köppl sowie Rektor Rudolf Teplitzky beteiligt. Sie hatten die Schüler aufgefordert, Bewerbungen an Betriebe zu richten, die den Wirtschaftjunioren angehören und die dafür entsprechende (fiktive) Stellen angeboten hatten.
Diese Bewerbungen schickten die Schüler an die IHK Regensburg. Von dort gab es nun bei einer Auswertung im Verlauf des Bewerbungstrainings auch ein Feedback. Rektor Teplitzky wies die Vertreter der Wirtschaft auf eine sagenhafte "Erfolgsbilanz" in diesem Schuljahr hin. Zur Freude aller Lehrkräfte und Schüler hätten in diesem Schuljahr all 34 M-10-Absolventen ihre Prüfungen bestanden und damit die "Mittlere Reife" erreicht. Es sei aber natürlich das ehrgeizige Ziel der Schule, möglichst allen Entlassschülern einen beruflichen Einstieg zu ermöglichen. Dazu habe man bereits gute Verbindungen vornehmlich zu expandierenden Betrieben in der Region geknüpft. Jeder Einzelne von ihnen sei als Glücksfall zu sehen.
Von (frd) |
21.07.2008
| Netzcode: 1468045
Oberviechtach
"Biss" und Blickkontakt öffnen Türen
Wirtschaftsjunioren geben Hauptschülern wichtige Tipps - Gut informiert zum Personalchef
Wie von den Wirtschaftjunioren zu erfahren war, macht sich auch in der Region längst ein Fachkräftemangel bemerkbar. Deshalb setzen die einheimischen Betriebe immer mehr auf junge Hauptschüler mit einem guten "Quali" oder einem guten M-10-Abschluss.
Die Chefs haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass diese Schüler fast immer eine große Portion Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz und "Biss" mitbringen. Außerdem könnten sie sich mit dem Arbeitgeber als "ihrem Betrieb" identifizieren und daher auch nach Abschluss der Ausbildung den Betrieben als gut ausgebildete Fachkräfte erhalten bleiben.
Neben Weymayer hatten sich für die 30-minütigen Bewerbungsgespräche in der Schule auch Thomas Donhauser von der Firma Gebrüder Donhauser, Marina Mehltretter und H. Vogl von Snack-World, Albert Neuner von der Firma Neuner und Markus Hüber von der IHK zur Verfügung gestellt. Die Schüler "bewarben" sich in den Berufen Elektroniker, Elektroniker Automatisierungs- oder Betriebstechnik, Technischer Zeichner, Maurer, Industriemechaniker und Fachkraft für Lagerlogisitk.
Von (frd) |
21.07.2008
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"Biss" und Blickkontakt öffnen Türen
Wirtschaftsjunioren geben Hauptschülern wichtige Tipps - Gut informiert zum Personalchef
Dabei stellten die Personalfachleute mit den Schulabgängern eine realistische Bewerbungssituation nach und erklärten, woran dem Chef etwas liegt. So spielt das Interesse am Betrieb eine wichtige Rolle. Kluge Bewerber informieren sich über die Produkte oder die Arbeitsweise des potenziellen Arbeitgebers. Offenheit im Gespräch und Blickkontakt zum Gegenüber, dies sind demnach neben einem guten Zeugnis wichtige Kriterien für eine erfolgreiche Bewerbung.
Die Vertreter der Wirtschaft machten den "Bewerbern" aber auch unmissverständlich deutlich, wo sie noch an sich arbeiten müssen, um erfolgreich in ein erfülltes Berufsleben starten zu können.
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