21.07.2008  | Netzcode: 1468019
Amberg-Sulzbach

Den Schuldenberg abbauen

CSU-Ziel: Kreiskrankenhäuser brauchen zukunftsfähige Ausrichtung

Amberg-Sulzbach. Die Zukunft der beiden kommunalen Kreiskrankenhäuser St. Anna in Sulzbach-Rosenberg und St. Johannes Auerbach stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der Landkreis-CSU. Einig waren sich alle Mitglieder der Kreistagsfraktion, dass der Erhalt beider Häuser und eine zukunftsträchtige Ausrichtung oberste Priorität haben müsse.

Als besonders begrüßenswert bezeichnete Kreistags-Fraktionsvorsitzender Stefan Braun dabei verschiedene Initiativen des Vorstands Christian Roppelt zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser. "Ein solches Zukunftskonzept der Krankenhäuser ist unabdingbare Voraussetzung für die weitere finanzielle Tragfähigkeit der Häuser", unterstrich Stefan Braun. "Wir haben medizinisch herausragend leistungsstarke Krankenhäuser, aber wirtschaftlich stehen wir wie andere Häuser auch nicht besonders gut dar", erläuterte CSU-Kreisrat Sebastian Schärl die derzeitige Situation. In den vergangenen Jahren hätte sich ein großer Schuldenberg angehäuft, der kontinuierlich abgebaut werden müsse.

Die Kreisräte waren sich jedoch einig, dass das medizinische Potenzial der Krankenhäuser eine perfekte Ausgangsbasis für künftige Weichenstellungen sei. Bereits im Herbst soll dazu ein Zukunftskonzept für die kommunalen Krankenhäuser vorgelegt werden, so Braun. Damit bestünden die besten Chancen, die jährlichen Defizite weiterhin abzubauen.

Einig waren sich die Kreisräte vor allem auch darin, dass die Entwicklung der kommunalen Krankenhäuser enorm durch die bundespolitischen Vorgaben erschwert würde. "Wenn sich hier nicht bald etwas ändert, werden zahlreiche Krankenhäuser in ganz Deutschland schwierigen Zeiten entgegen gehen", sagte dazu der Hahnbacher Bürgermeister Hans Kummert.


Kommentare
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Werner Sperber (195.145.x.x)  |  21.07.2008 09:00 Uhr

Ich erinnere daran, dass der Freistaat für die Immobilien zuständig ist. Ich erinnere daran, dass die CSU-Regierung, wie die anderen landesregierungen auch, sich wenig um diese Verpflichtung kümmern. Da hätten die CSU-Kreisräte doch gleich einen Ansprechpartner: Regierung bezahle endlich deine Verpflichtungen. Und in der Bundesregierung sitzt die Union doch auch wie die Made im Speck. Bundesrgeierung, sorge dafür, dass die Pharmaindustrie endlich einmal einen Beitrag, wenigstens das, wenn schon nicht ihren tatsächlichen Beitrag, zur Sanierung des Krankenversicherungssystems leistet und nicht ständig die Krankenhäuser.


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