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Generalmobilmachung gegen den Vaterlandsverrat
Kommentar von Jürgen Umlauft
Der CSU-Parteitag in Nürnberg erlebte die Geburtsstunde des Wahlkämpfers Günther Beckstein. Sollte es unter den Delegierten noch Zweifler an seiner Eignung zum Spitzenkandidaten gegeben haben, seit Samstag sind auch sie überzeugt. Becksteins Parteitagsrede geriet zu einer Generalmobilmachung für die CSU. Es wirkte, als habe Beckstein nach neun Monaten endlich seine Rolle als Regierungschef und eine auch über den Wahltag hinausreichende Freude am Amt gefunden.Wenn die Opposition in Bayern je geglaubt haben sollte, gegen Beckstein werde der Wahlkampf leichter fallen als gegen Edmund Stoiber - diese Hoffnung dürfte sich nicht erfüllen.
Bei aller zur Schau gestellten Siegesgewissheit, so ganz überzeugt scheint die CSU-Spitze vom Erfolg aber noch nicht zu sein. Sie treibt die Sorge um, ihre Wählerschaft nach über 50 Jahren Alleinherrschaft und den Zumutungen der jüngsten Spar- und Reformpolitik nicht in ausreichender Zahl für ein Kreuz bei der CSU motivieren zu können. Sie fürchtet auch, dass viele Anhänger trotz des Warnschusses bei der Kommunalwahl die größer gewordene Konkurrenz unterschätzen könnten. "Mehrheiten fallen nicht wie Manna vom Himmel", versuchte Parteichef Erwin Huber die Seinen für den Wahlkampf aufzurütteln.
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