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Weiden
Noch auf dem Heimweg gerührt
Emotional aufgeladener "Schinderhannes": "Lustige Konrader" überzeugen mit Freiluft-Theater
Weiden. Dafür haben sich Hans Hofmann, Christian Maier und Sonja Balk drei Riesen-Gratis-Schnitzel in Rothenstadt verdient. Die Troika erweckte am Freitag nämlich Deutschlands populärsten Räuberhauptmann zum Leben: Den "Schinderhannes". Dank einer großartigen Hofmann-Idee, setzten die "Lustigen Konrader" die letzten paar Jahre Johannes Bücklers chronologisch und emotionsgeladen auf die Freilichtbühne hinter der Konradskirche.
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| Die Obrigkeit macht Druck. Die Räuberbande ist im Fokus der polizeilichen Ermittlungen. Schinderhannes (Christian Maier) ruft die Bevölkerung im Hundsrück - letztendlich vergeblich - zum Widerstand auf. Bilder: Kunz (2) |
Herzzerreißendes Duo
Regisseur Hofmann ließ sich natürlich bei der Auswahl der beiden Hauptdarsteller von Curd Jürgens und Maria Schell inspirieren. So stand das Tandem Maier/Balk praktisch von Beginn an fest. Eine treffsichere Wahl. Die beiden Protagonisten zeichnen für die Tiefe des komplexen Stücks ja fast schon herzzerreißend verantwortlich. Mit Nachwirkungen. Das Publikum ist noch beim Nachhauseweg unweigerlich angerührt.
19 Räuber enden mit dem Schinderhannes auf dem Schafott. Bis dahin vergehen die zweieinhalb Stunden wie im Flug. Auch wenn es keinen trockenen Geschichtsunterricht gibt: Das historische Element ist erfasst. Und dank der Legendenbildung durch Carl Zuckmayer, gewinnt die Geschichte von Szene zu Szene neu an Fahrt.
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