Bärendienst der PKK
Kommentar von Frank Werner
Die Arbeiterpartei PKK hat ihren eigenen Leuten mit der Aktion einen Bärendienst erwiesen. Viele Deutsche hegen Sympathie mit der kurdischen Minderheit und verurteilen das unnachgiebige Vorgehen der türkischen Regierung gegen den Volksstamm.
Die PKK hat mit der Entführung versucht, sich in das internationale Gedächtnis zurückzurufen. Doch sie hat damit keine Macht demonstriert, sondern Hilflosigkeit. Statt auf die Probleme in der Türkei hinzuweisen, bleibt nur die tiefe Zerrissenheit der Kurden im Gedächtnis haften.
Für die Türkei ist die ganze Geschichte trotz des glücklichen Ausgangs sicher kein Fortschritt auf dem so sehr ersehnten Weg in die EU. Wenn das Land den Terrorismus dauerhaft bezwingen will, muss es jegliche Verfolgung von Minderheiten beenden und allen Kulturen freie Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Der Entführungsfall ist gelöst - die Probleme bleiben bestehen, sind eher größer geworden. Es liegt auch im deutschen Interesse, sich verstärkt für eine friedliche Lösung des Kurdenkonflikts einzusetzen.
Zu Ihrem Artikel "Bärendienst der PKK":
Die von Ihnen als Arbeiterpartei genannte PKK ist keine Arbeiterpartei, sondern eine terroristische Organisation, wie die ETA in Spanien, die ehemalige RAF in der BRD oder der IRA, um einige Vergleiche zu ziehen.
Es geht der PKK auch nicht um die Gründung eines eigenen Staates, sondern viel mehr um die Zersplittung der Türkei. Dies dürfte allerdings auch für gehobene Journalisten, wie Sie in Ihrer Zeitung haben dürften, nicht entgangen sein.
Die Problematik ist nicht die Unterdrückung von Kurden in der Türkei, dazu hat dieses Land viel zu viele gute Beispiele, was das Zusammenleben zwischen Kurden, Lasen, Tscherkessier, usw. deutlich zeigt. Das Problerm ist wohl eher, daß jeder sein Zelt in Istanbul aufschlagen will, weil in den anatolischen Gebieten, vorallem zur irakischen Grenze nur Einöde herrscht, die Infrastruktur so gut wie nicht vorhanden ist, keine Industrie und Schulen, bzw. Kindergärten existieren.
Würde der türkische Staat auch dort ein ähnliches Konzept wie in Istanbul, Ankara, Izmir, Antalya, Konya, Trabzon, usw. aufbauen, gebe es dieses sinnlose Gemetzel gar nicht.
Wenn man hier aber einen Aufbau startet und diesen auch kontinuierlich weiterverfolgt, welches 10 - 20 Jahre in Anspruch nehmen dürfte, hätte weder die Türkei jegliche Probleme mit der PKK, noch ein anderes europäisches Land.
Vielleicht sollten Sie ja mal Ihre Berichterstattung dahingehend überdenken, ständig von einer Arbeiterpartei zu berichten, die es so gar nicht gibt. Meines Wissens leben in Deutschland ja auch Schlesier. die aber versuchen nicht in Berlin oder sonstwo Ihren eigenen Staat zu errichten, sondern leben nach den deutschen Gesetzen und auch mit der deutschen Sprache.
Den eigentlichen Bärendient erweist Ihr Journalisten einem Volk, daß sich in den letzten 85 Jahren von Grundauf verändert und gebessert hat. Dies ist einerseits dem großen Mustafa Kemal Atatürk zu verdanken, aber auch dem türkischen Volk, welches eben aus



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