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18.07.2008  | Netzcode: 1465368

Ein großes Herz für alle Kinder

Zur Diskussion um Armutsberichte und die Programme zur Familienförderung meint eine Leserin:

Politiker, egal welcher Partei, sprechen von einer Armutsschande. Jedoch haben die Politiker diesen Ist-Zustand selbst geschaffen, gesteuert von Kapital, Wirtschaft und Managern.

Rücksichtslos und aggressiv werden Arbeitsplätze "weggefegt". Junge und alte Menschen, Familien mit Kindern werden in Hartz IV gestoßen, und dann gibt es kein Entrinnen mehr. Ohne Zukunft und Perspektive verwahrlost diese Menschengruppe. Kinder, die in dieses soziale Umfeld geboren werden, ist die Zukunft vom ersten Tag an verbaut.

Man muss von Politikern erwarten können, dass Worte und Taten übereinstimmen. Wir fordern von unseren hiesigen Politikern sichtbare Taten, damit jedes Kind dieselbe Chance auf Bildung und angemessenen Lebensstandard hat.

Auch sollten Zahlen dieser Gruppe öffentlich gemacht werden. Ein Hartz-IV Kind bekommt täglich 2,80 Euro zum Leben, während kräftig Krippenplätze ausgebaut werden und diese je Kind pro Monat tausend Euro kosten. Was bringt einem Hartz-VI Kind ein solcher Platz, wenn der Besuch der Krippe mit Nebenkosten verbunden ist, die mit 2,80 Euro nicht gedeckt werden können? Es muss nicht gut sein, es muss nicht sinnvoll sein, es muss nicht helfen. Es muss einzig und allein hohe Kosten verursachen

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