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18.07.2008  | Netzcode: 1465360

Müll noch in vier Milliarden Jahren

Die Diskussion um längere Laufzeiten für Atomkraftwerke sieht ein Leser auch unter dem Blickwinkel des Uran-Abbaus:

Der Wille des Volkes ist der CSU offensichtlich heilig, wenn die Bürger sich gegen Windkraftanlagen aussprechen. Wäre er ihr nur genauso heilig, wenn es um Atomkraft ginge! Die Fakten sind eindeutig: Die bekannten Uranvorkommen reichen (bei derzeitiger Abbaurate) etwa noch 40 Jahre. Man muss einige tausend Tonnen Erz abbauen, transportieren und physikalisch und chemisch aufschließen, um eine Tonne Uran zu erhalten.

Allein der dafür notwendige Aufwand an fossiler Energie ist unverhältnismäßig. Von den Abfällen der Aufbereitung, der Landschaftszerstörung durch Bergbau, den Gefahren der Atomkraft im engeren (siehe den kürzlichen Unfall in Frankreich) und weiteren Sinne (Terrorismus) sowie den Gefahren der extrem langfristigen Lagerung ganz zu schweigen.

Da wir Menschen immer mit dem erfassen der Zeit Probleme haben, hier eine kleine Hilfestellung: Wenn wir ein Jahr gleich einen Millimeter setzen, dann beträgt die Zeit seit Jesus Christus zwei Meter, die Halbwerts(!)zeit von Uran 238 beträgt über vier Milliarden (Uran 235: 704 Millionen) Jahre, also 4000 Kilometer (Uran 235: 704 Kilometer).

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