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Von Armin Eger  |  18.07.2008  | Netzcode: 1464780

Nur noch Lug

Kommentar von Armin Eger

und Betrug



Seit den Ereignissen bei der Tour de France in den letzten Jahren haben die Doping-Ermittler die Radsportler direkt im Visier. Aber trotzdem werfen sich die Athleten skrupellos leistungssteigernde Mittel ein oder spritzen sich verbotene Medikamente, so als ob nichts gewesen wäre.

Wieder taucht die Frage nach dem Warum auf? Ruhm, Ansehen, im Mittelpunkt stehen, mit Erfolgen den Marktwert steigern. Von allem ist es sicher ein bisschen. Eine konkrete Antwort darauf gibt es nicht.

Was fest steht, ist aber die Tatsache, dass es Betrug am Fan und kaum zu fassende Dummheit ist. Aber es gibt ja Beispiele (Christoph Daum), dass man durch Doping und Drogen schnell den Bezug zur Realität verliert. Da unterschreibt man schnell Erklärungen, gibt Interviews, dass man sauber ist.

Nach Manuel Beltran und Moises Nevado war es jetzt als Nummer drei bei der diesjährigen Tour Riccardo Riccò, der nach seinen beiden Etappensiegen die Unverfrorenheit besaß, vor laufenden Kameras seine erschwindelten Erfolge zu feiern. Sein Team, Saunier Duval, ist jetzt gar komplett von der Tour ausgestiegen. Das gibt zu denken. Unverständlich gar, dass Riccò fahren durfte, obwohl er schon beim Tourstart zu den "Verdächtigen" gehörte.

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