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Wulff legt keinen Wert auf ein Frühstück mit Angela Merkel
Kommentar von Hans Klemm
Es gab schon Ministerpräsidenten (nicht nur aus Bayern), die rüttelten mit aller Macht am Tor des Kanzleramtes. Und nun das: Christian Wulff erklärt frank und frei, er strebe nicht nach Höherem, er bleibe Regierungschef in Niedersachsen. Der "Kronprinz" der Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel legt nicht einmal Wert auf ein Frühstück a la Wolfratshausen. Er traut sich das Amt in Berlin nicht zu. Unerhört für einen Politiker, dessen Berufsgruppe eher an Selbstüberschätzung leidet als durch Bescheidenheit glänzt.Was mag den allzeit netten und als Lieblings-Schwiegersohn CDU-naher Mütter bespöttelten Wulff zur abrupten Wende getrieben haben? Der Mit-Rivale um höhere Parteiweihen, Roland Koch, verdaut seinen hessischen Tiefschlag, Jürgen Rüttgers hat zu viele Gegner, Beckstein oder Carstensen kommen schon von Alters her nicht in Frage. Ein ehrenwertes Motiv des Niedersachsen wäre die erst im März geschlossene zweite Ehe und der gerade geborene Sohn. Familienidylle vor Machtzuwachs.
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