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Sarkozy wächst an seinen Aufgaben
Kommentar von Stefan Zaruba
Wenn heute die französische Armee zum Nationalfeiertag aufmarschiert, dürfen die Soldaten darüber nachdenken, wo sie demnächst Dienst schieben. Die Golanhöhen sind kein abwegiger Einsatzort mehr, seit Bewegung in die Nahost-Gespräche gekommen ist und seit Nicolas Sarkozy die Armee für die Friedenssicherung in der Gewitterecke angeboten hat.Dieser Nicolas Sarkozy wird heute seine Brust so stolz rausrecken wie manch großer Präsident der französischen Geschichte. Was er anpackt, scheint zu gelingen. Im öffentlichen Leben sonnt er sich im Glanz seiner singenden Model-Ehefrau Carla Bruni. In Frankreichs Vorstädten ist weitgehend Ruhe eingekehrt, und mit protestierenden Bauern geht der Staatsmann souverän um.
Auf dem diplomatischen Parkett schließlich entfaltet Sarkozy den Druck eines dieser Kärcher, mit denen er die Krawallviertel des eigenen Landes durchspülen wollte. Erster Coup: die Rettung der zum Tode verurteilten Krankenschwestern aus Libyen. Die mysteriöse Befreiung Ingrid Betancourts aus dem Dschungel war ein Meisterstück und zeigt: Paris kann weltweit mitmischen und auch harte Nüsse knacken.
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