WALDSASSSEN
Eine Reise zu den Religionen der Welt
"WasSerleben": Fest in der Umweltstation
WALDSASSSEN. Das Kloster Waldsassen hatte früher ein eigenes Brunnenhaus, denn die Zisterzienser legten Wert auf sauberes Quellwasser. Die Fischweiher im Stiftland haben wir unter anderem der besonders bibeltreuen Lebensweise dieser asketischen Abspaltung des Benediktinerordens zu verdanken.
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| Die Frauen der islamischen Gemeinde Waldsassen zeigten, wie man mit Henna die Haut färbt. (Bilder: Harald Mohr) |
Diese "Entdeckungsreise zu anderen Religionen" mit "Wasser als Kitt dieser Idee" sei "in Bayern einmalig", fand Landrat Wolfgang Lippert. Auch Bürgermeister Bernd Sommer lobte die Umweltstation, die sich "mit der gewohnten Hingabe" der Aufgabe angenommen habe. Pater Gabriel Lobendanz, der Spiritual der Abtei, vertrat Äbtissin Laetitia Fech (sie war im Urlaub) und sagte: "Es ist eine Art Premiere in der 850-jährigen Geschichte des Klosters."
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| Die Islamische Gemeinde Waldsassen bot frischen türkischen Kaffee an. Bilder: Harald Mohr |
Dr. Renate Konrad von der Jüdischen Gemeinde Weiden erklärte, was Mazze ist: Das ungesäuerte Brot symbolisiert die Flucht aus Ägypten und wird zum Passahfest gegessen. Auf der neuen Naturerlebnisbühne hinter dem Gartenschulhaus präsentierte man den ganzen Nachmittag über Volkstänze und Musik der Islamischen und Jüdischen Gemeinde.
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| So ein türkischer Börek mit Schafskäse macht wieder munter. |
Weil der Tag überhaupt an das Thema "Wasser" gekoppelt war, wurden vor allem die diversen mit Wasser verbundenen Rituale der Weltreligionen auf Schautafeln ausführlich erklärt. So erfuhr man, dass im Hinduismus Wasser als einziges so genanntes "Element" heilig ist und "unsterblich". Die Asche gläubiger Hindus wird bei der heiligen Stadt Benares in den Ganges gestreut. Der Fluss befördert dann die Seele des Verstorbenen "in einen anderen Zustand".
Harald Mohr
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