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Von (epd)  |  20.11.2007  | Netzcode: 1176478
Berlin

Tafeln nicht nur im Klassraum

Viele Kinder und Jugendliche bekommen keine ausreichenden Mahlzeiten

Diese Amberger Ganztagsschüler werden in einer
Diese Amberger Ganztagsschüler werden in einer Kantine bestens verpflegt. Aber selbstverständlich ist so etwas in Deutschland nicht. Archivbild: Hartl
Die Tafeln für Bedürftige in Deutschland wollen sich künftig verstärkt um Kinder kümmern. Schülercafés, Kochkurse, Pausenbrot-Initiativen und Kinderrestaurants sollten zu einer besseren Ernährung von Jungen und Mädchen beitragen, sagt der Vorsitzende des Bundesverbandes, Gerd Häuser. Zugleich fordert er die Politik auf, für eine kostenlose tägliche warme Mahlzeit in Horten, Schulen und Kindergärten zu sorgen.

Mittlerweile seien etwa ein Viertel der Tafel-Kunden Minderjährige, erläutert Häuser. Angesichts der steigenden Kinderarmut in der Bundesrepublik müsse schnell gehandelt werden. Die bundesweit 726 Tafelvereine strebten deshalb verstärkt Kooperationen mit Schulen und Freizeiteinrichtungen an, um Kinder mit Lebensmitteln zu versorgen.

Fehlendes Geld sei nur ein Grund für eine unzureichende Ernährung, sagt die Vorsitzende der Berliner Tafel, Sabine Werth. In vielen Familien seien auch Zeitmangel oder Desinteresse Ursache dafür, dass Kinder hungrig zur Schule gingen, kein Mittagessen bekämen oder sich von Fast Food ernährten. Oft fehle das Wissen, wie mit einfachen Mitteln eine gesunde und leckere Mahlzeit zubereitet werden könne.

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