Von Harald Dietz  |  28.04.2007  | Netzcode: 11003370
Wiesau

Mit Vertrauen und Teamarbeit zum Erfolg

Dr. Wolfgang Schneider neuer Geschäftsführer bei Wiesauplast - Noch heuer Produktion in Mexiko

"Forming the future" steht in großen Lettern auf dem neuen Werk der Firma Wiesauplast. Die Zukunft gestalten. Eine Botschaft, die derzeit auch unternehmensintern aktueller denn je ist. "Wir stecken mitten im Wandel", gesteht Dr. Wolfgang Schneider, seit Anfang des Jahres Geschäftsführer des renommierten Kunststoffteile-Produzenten.

Er will neue Schwerpunkte setzen. Besonders wichtig ist ihm die Kommunikation im Unternehmen; die möchte Dr. Wolfgang Schneider verstärken. Bei Wiesauplast arbeite eine tolle Mannschaft. "Die Leute stehen hinter dem Unternehmen. Das ist mir sofort aufgefallen, als ich hierher kam", freut sich Dr. Wolfgang Schneider im Gespräch mit unserer Zeitung. Darauf lasse sich aufbauen. "Vertrauen und Teamarbeit - das ist mein Credo".

Hoch motiviert



Mit einem hoch motivierten Team wie in Wiesau lasse sich der Wandel des Unternehmens erfolgreich bewältigen. Früher bildeten Produkte im Haushaltsgerätesektor ein Standbein von Wiesauplast. Dr. Schneider: "Das machten bis zu 50 Prozent beim Umsatz aus." Doch Bosch und Siemens haben ihre Aufträge abgezogen. "Selbst für sehr hochwertige Produktlinien kann in Deutschland nicht kostengünstig genug produziert werden."

Wiesauplast verstärkt daher nun sein Engagement als Zulieferer für die Automobilindustrie. "Hier werden hochpräzise Teile aus speziellen Kunststoffen gefertigt - bei geringsten Toleranzen. Das ist unsere Kernkompetenz." Ein Bereich, der Dr. Wolfgang Schneider alles andere als fremd ist. Er war über 20 Jahre hinweg in verschiedenen Unternehmen der Automobilzuliefererbranche im In- und Ausland tätig.

Stichwort Ausland: Wiesauplast engagiert sich dort, baut in Mexiko einen neuen Standort auf. Noch heuer soll dort die Produktion anlaufen. Dr. Wolfgang Schneider erklärt: "Wir fangen klein an." Zwischen 30 und 50 Beschäftigte werden in dem Spritzgießwerk in einem Industriepark nordwestlich von Mexico-City arbeiten. Angepeilt sind acht bis zehn Millionen Euro Jahresumsatz.

Zwei Herausforderungen



Der Aufbau des Werkes in Mexiko, der Wandel in Wiesau - zwei Herausforderungen, die ein Geschäftsführer allein schwer bewältigen könne. Deshalb sei er ins Unternehmen geholt worden, zusätzlich zu Geschäftsführer Torsten Kutschinski, der in den zurückliegenden Jahren Wiesauplast leitete. Während Dr. Schneider das Stammwerk in Wiesau in eine gute Zukunft führen will, solle sich Torsten Kutschinski vorrangig um die Aktivitäten in Mexiko kümmern.

Zusätzliche Aufträge



Sein Engagement in Wiesau sieht Dr. Wolfgang Schneider, Vater von fünf Kindern (vier bereits außer Haus), längerfristig. Die momentane Auftragslage im Bereich Komponenten für die Automobilindustrie bezeichnet Dr. Wolfgang Schneider als sehr gut. Und der 57-Jährige verspricht: "Wir halten die Auftragslage am Standort Wiesau in den nächsten Jahren konstant." Befürchtungen einiger Mitarbeiter, die Produktion in Wiesau werde zugunsten von Mexiko abgebaut, hält Dr. Wolfgang Schneider für grundlos. "In Wiesau wird nichts zurückgefahren. Hier gibt es definitiv keinen Abbau." Der Geschäftsführer verdeutlicht: "Mexiko ist ein zusätzlicher Standort mit zusätzlichen Aufträgen."


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