Von Volker Klitzing  |  23.04.2007  | Netzcode: 11001116

Angemerkt

Seggewiß und Beck


Der erste Blick auf die Statur lässt es nicht unbedingt vermuten. Aber Kurt Beck und Kurt Seggewiß haben so manches gemein. Natürlich den Vornamen. Zudem stehen sie an der Spitze der SPD, der eine im Bund, der andere in der Stadt Weiden. Und sie wollen noch was werden. Beck lockt das Kanzleramt, Seggewiß der Chefposten im Rathaus. Schließlich verbindet die Genossen etwas, das ihnen weniger behagt: sie sind beide relativ unbekannt.

Bei Beck mag überraschen, dass den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten nur jeder dritte Deutsche kennt. Für Seggewiß liegen zwar keine offiziellen Zahlen vor, doch bei ihm verlassen wir uns einfach mal auf unser kommunalpolitisches Gespür.

Und das sagt: Seit knapp einem Jahr ist er SPD-Vorsitzender. Groß in Erscheinung getreten ist der 49-Jährige in dieser Zeit noch nicht. Seit Freitagabend aber ist Seggewiß offiziell OB-Kandidat. Einstimmig gewählt. Aber die Zeit läuft. Er müsste langsam etwas schneller mitlaufen.

Hintergrund

Keine Pension bei OB-Rücktritt


Weiden. (rg) Dem ersten ärztlichen Gutachten soll noch ein zweites folgen, damit OB Hans Schröpf womöglich "dienstunfähig" aus dem Amt scheiden kann. Warum zieht Schröpf nicht einfach selbst einen Schlussstrich? Eine alte Frage, die der NT zwar schon beantwortet hat, die Leser dennoch immer wieder aufs Neue stellen. Die Antwort: Nach dem Beamtenrecht darf ein gewählter Oberbürgermeister nicht ohne weiteres zurücktreten. Tut er es doch, verliert er seine Pensionsansprüche.

Der OB wäre dann nicht völlig mittellos, weil ihn sein Dienstherr gesetzlich nachversichern müsste (indem die Stadt einen hohen sechsstelligen Betrag in die Rentenversicherung einzahlt). Schröpf hätte jedoch große Einbußen: Die Höchstrente für Angestellte liegt weit unter seinem "normalen" Pensionsanspruch, der über 70 Prozent des letzten monatlichen Bruttogehalts beträgt. Um sich die Pension zu sichern, bleibt Schröpf also nur die Möglichkeit einer Entlassung aus gesundheitlichen Gründen. Doch die muss die Amtsärztin erstmal bescheinigen ...

Tipps und Termine

Vortrag über Lucas Cranach


Weiden. Der Freundeskreis Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing lädt am Montag, 23. April, um 20 Uhr ins Haus der evangelischen Gemeinde ein. Silke Winkler, Lehrbeauftragte für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg, referiert über "Lukas Cranach d. Ä. - der Maler der Reformation".

Lukas Cranach der Ältere, 1472 in Kronach (früher Cranach genannt) geboren, war der bedeutendste Maler der Reformationszeit. Leben und Werk werden im Vortrag und in Lichtbildern dargestellt.


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Oberbibrach

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Auf das "Impfen" kommt es an

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Mit einer Hiobsbotschaft begann die Woche - und mit einer noch schlimmeren endete sie für die Beschäftigten des Speichersdorfer Rosenthal-Werks ("Thomas am Kulm"). Am Montag hatte der Mutterkonzert Waterford Wedgwood Insolvenz angemeldet. mehr...

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