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Weiden
Pommern lösen Landsmannschaft auf
Überalterung und Mitgliederschwund aber in nahezu allen Weidener Vertriebenenverbänden
Weiden. (wd) Der Kreis ist klein. Gerade mal sechs Mitglieder zählt Hans Witzke, der Vorsitzende der Pommerschen Landsmannschaft. Mit seinen 81 Jahren ist er der Jüngste in der Runde. Er leitet den "ehrenhaften Abgang" ein. Zur Jahreswende beendet er die Geschichte seiner Landsmannschaft. Das Jubiläum wird damit verpasst: Am 23. Januar wäre "die Pommersche" in Weiden 60 Jahre alt geworden.
"Die Pommern machen nur den Anfang", betont Max Strecker, der bei allen Landsmannschaften die Überalterung und den massiven Mitgliederschwund sieht. Der Kreisvorsitzende der Sudetendeutschen erinnert an die gut 1100 Mitglieder seiner Landsmannschaft in Weiden und in Neustadt/WN in den 50er Jahren. Heute kämen gerade mal 140 zusammen. "Unsere Gattung stirbt aus", bekennt Strecker, der zugleich Bezirksvorsitzender im Bund der Vertriebenen ist und auch Funktionen auf Bundesebene ausübt.
So lange der Atem reicht ...
Selbst die mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren jungen Landsmannschaften, die noch über funktionierende Vorstandschaften verfügten, könnten den Gang der Dinge nicht aufhalten. "Aber: So lange unser Atem reicht, werden wir den heimatlichen, kulturellen Bezugspunkt für die Landsleute bilden. Wenn wir schon bei der Flucht unser Hab und Gut zurück lassen mussten, so wollen wir doch dafür sorgen, dass wir nicht auch noch aus unserer eigenen Kultur und Geschichte vertrieben werden können", unterstreicht Strecker. Deshalb entstehe in München etwa das Sudetendeutsche Museum.
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