Landshuter Skulpturenmuseum zeigt eine Werkschau des Bildhauers Fritz Koenig
Im Hofberg zu Landshut verbergen sich seltsame Wesen: Rossmenschen, eine ganze Drachenbrut, blanke Schädel und eine einzelne Hand, die aus der Wand herausragt. Sie alle sind Kinder des gleichen Schöpfers - Fritz Koenig, international renommierter Bildhauer mit Wohnsitz in Landshut. Seit zehn Jahren ist ihm das "Skulpturenmuseum im Hofberg" gewidmet. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt der Künstler in der neuen Dauerausstellung einen Überblick seines plastischen und grafischen Werks.
"Aufstellung 2008", so der schlichte Titel der Präsentation, die noch bis ins neue Jahr in Landshut zu sehen ist. Der Schwerpunkt liegt auf der Skulptur. Schließlich gehört Fritz Koenig auf diesem Gebiet zu den bedeutendsten Vertretern der Gegenwart. Die Werke des 84-Jährigen stehen weltweit in musealen Sammlungen und im öffentlichen Raum.
Die vom Künstler selbst eingerichtete Ausstellung geht der plastischen Entwicklung Fritz Koenigs seit den 1950er Jahren nach. Angefangen bei den amorphen Formen der Frühzeit bis hin zu den späteren stereometrischen Elementen, aus denen der Bildhauer seine menschlichen Figuren zusammensetzt: auf die einfachsten Grundformen reduzierte Geschöpfe, völlig bar jeglicher Individualität.
Landshuter Skulpturenmuseum zeigt eine Werkschau des Bildhauers Fritz Koenig
Zu einer Art Epitaph ist mittlerweile auch das wohl berühmteste und gleichzeitig tragischste Werk Fritz Koenigs geworden. Die "Kugelkaryatide", die der Landshuter Künstler in den 1960er Jahren für die Plaza des World Trade Centers in New York geschaffen hat, hat den Anschlag vom 11. September 2001 schwer beschädigt überstanden. Ein Jahr später wurde die Skulptur als Mahnmal im New Yorker Battery Park wieder aufgestellt.
Die Ausstellung läuft im Skulpturenmuseum im Hofberg, Am Prantlgarten 1 in Landshut. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr. Informationen unter Telefon 0871/89021. Öffentliche Führung am 7. und 21. Dezember jeweils um 11 Uhr.
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