Nordische Schroffheiten und urbayerische Charakterköpfe
Luisenburg Festspiele bieten 2009 mit "Brandner Kaspar", "Mutter Courage", "Peer Gynt" und "Michel von Lönneberga" große Abwechslung
Wunsiedel. Der "Brandner Kaspar" hat die schauspielerische Karriere von Michael Lerchenberg 17 Jahre begleitet und entscheidend geprägt. Wenn der Intendant der Luisenburg das bayerische Kultstück 2009 wieder auf die Felsenbühne bringt, dann ist der Erfolg programmiert. Am Dienstag stellte Lerchenberg den Spielplan 2009 in Wunsiedel vor.
Alfred Schedl (links) als Brandner Kaspar und Luisenburg-Intendant Michael Lerchenberg als Boandlkramer sind im kommenden Jahr auf der Freilichtbühne zu sehen. Bild: hfz
Die Felsenbühne zu Füßen der alten Luxburg blickt heuer auf fünf überaus erfolgreiche Spielzeiten zurück. Im Jahr 2008 wurde die Schallmauer von 140 000 Zuschauern erstmals durchbrochen. Der Erfolg fordert natürlich eine Optimierung der Bühnentechnik heraus. Im nächsten Jahr steht die Neugestaltung der Betriebsgebäude an, die Bauarbeiten beginnen nach der Spielzeit 2009. Als Beitrag zur Kostendeckung dieser Baumaßnahmen werden die Eintrittspreise um einen Euro erhöht. Die Tickets für die Kinder sind davon ausgenommen.
Intendant Lerchenberg selbst wird als Boandlkramer im "Brandner Kaspar" wieder mitspielen. Er will die Figur neu entdecken an der Seite von Alfred Schedl, der die Rolle des Brandner hat, "eine ideale Besetzung", wie Lerchenberger betont. Dieter Fischer mimt in der Nachfolge der "schweren bayerischen Männer" den Portner. Premiere ist am 26. Juni.
Nordische Schroffheiten und urbayerische Charakterköpfe
Luisenburg Festspiele bieten 2009 mit "Brandner Kaspar", "Mutter Courage", "Peer Gynt" und "Michel von Lönneberga" große Abwechslung
Rosel Zech als Courage
Die Verpflichtung der bekannten Charakterdarstellerin Rosel Zech für die Titelrolle der "Mutter Courage" empfindet Lerchenberg als großes Glück. Das Stück selbst ist auf der Luisenburg bereits in den achtziger Jahren gespielt worden mit Elisebeth Orth als Courage und Caterina Jacob als Kathrin. Premiere ist am 2. Juli.
"Die Luisenburg hat etwas Nordisches", meint Lerchenberg. Stücke von Autoren aus diesem Kulturkreis passen daher gut auf die Felsenbühne. Henrik Ibsens Klassiker "Peer Gynt", der "nordische Faust", ist echtes Volkstheater. Die Titelrolle wird gespielt von Bastian Semm. Mit dabei auch Gerd Lohmeyer und Michael Boettge, die beide zum Stamm der Luisenburg-Darsteller gehören. Ebenfalls aus dem hohen Norden kommt eine der schönsten Lausbubengeschichten der Weltliteratur: Astrid Lindgrens "Michel Lönneberga", zum ersten Mal auf der Luisenburg, wird die Kinder begeistern. Roman Weltzien wird den blonden Lausbuben spielen, Premiere des Kinderstücks ist am 26. Mai. Die Oper "Hänsel und Gretel" steht zudem als Gastspiel der Landesbühnen Sachsen im Programm, mit Emmerich Kalmans "Gräfin Mariza" empfiehlt sich einmal mehr die Operettenbühne Wien.
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Von Goisern kommt
Mehr als nur Beiprogramm der Festspiele wird Hubert von Goisern sein, der mit seinem Alpenrock-Spektakel "S'nix" am 20. Juli auf der Felsenbühne zu Gast ist. Wagners "Ring des Nibelungen" in einem Aufwasch" können die Zuschauer am 27. Juli erleben, wenn Paul Schallwegs "Opern auf Bayerisch" geboten werden. Weitere Schmankerln warten im Hof des Fichtelgebirgsmuseums: Christian Springer als Fonsi Wachtlinger mit seinen Kabarettprogramm "Das merkt doch keiner" am 15. Juli. Texte von Ringelnatz geben am 23. Juli Rosel Zech, Anatol Regnier und Monika Sutil zum Besten.
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