Von (duf)  |  21.11.2008  | Netzcode: 1615741
Weiden

Winterdienst erwartet mehr Wetterkapriolen

Bauhof aber gut gerüstet - 1200 Tonnen Streusalz

Die Rettung für alle Weidener, die morgens auf
Die Rettung für alle Weidener, die morgens auf die Straße müssen: Die Räumfahrzeuge des Bauhofs. Kurz vor dem angekündigten Wintereinbruch checkte Engelbert Böhm am Freitag noch einmal alle Geräte. Bild: Wilck
Winterdienst-Einsatzleiter Hans Ruhland hatte heute eine kurze Nacht. Ab 2.30 Uhr morgens war er in Weiden unterwegs, um den Zustand der Straßen zu kontrollieren. Ab 4 Uhr standen weitere 30 Männer mit sieben Großfahrzeugen und sechs Kleintraktoren bereit.

"Bei krassem Wetter kommen auch zwei mobile Straßenwärterfahrzeuge für Brücken und Verkehrsinseln zum Einsatz", sagte Johannes Zierock vom Bauhof am Freitag. Priorität hätten die Hauptverkehrsstraßen, dann werden gefährliche Strecken mit Gefälle geräumt. Zuletzt folgen die Wohngebiete. "Da entscheiden wir im Einzelfall. Wenn Schnee fällt, die Autos darauf fahren und dann Frost angesagt ist, versuchen wir aber, schnell zu reagieren." Immer vorausgesetzt, die Räumfahrzeuge werden nicht für die Hauptverkehrsstrecken gebraucht.

Streusalz ist genug da: 1200 Tonnen lagert der Bauhof. "Im Durchschnitt brauchen wir 900 Tonnen pro Winter, wird es richtig kalt wie 2005/06 aber auch schon mal 1800 Tonnen." Auf einen solchen Winter hofft Zierock aber nicht: "Das geht an die Substanz. Die Einsatzkräfte kommen dann an ihre Grenzen." Von 4 bis 13 Uhr räumen und streuen die Mitarbeiter, insgesamt 70 an der Zahl. Wenn das Wetter es nötig macht, folgt eine zweite Schicht von 13 bis 22 Uhr. "Nachts streuen wir nicht, unsere Leute müssen auch einmal zur Ruhe kommen", erklärt Zierock.

Zusammen mit dem Maschinenring Neustadt, der auf Höhenlagen wie in Muglhof aushilft, ist der Winterdienst bis Ende April einsatzbereit. Wie Zierock die kommenden Monate einschätzt? "Ich erwarte mehr Wetterkapriolen. Mit Blitzeis und plötzlichen Temperaturumschwüngen ist immer zu rechnen."


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