Von (mte)  |  21.11.2008  | Netzcode: 1615739
Weiden

Wieder wird's was geben

Einzelhandel geht trotz Finanzkrise optimistisch ins Weihnachtsgeschäft

Weiden. (mte) "Finanzkrise hin oder her. Weihnachten ist Weihnachten", meint Pro-Weiden-Chefin Andrea Janker. Ergo: "Eingekauft wird trotzdem." Ob das die Weidener Einzelhändler mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ähnlich optimistisch sehen? Josef Kellermann beschreibt die Gemütslage der hiesigen Geschäftsleute als "hoffnungsfroh". Gerade mit Blick auf den verkaufsoffenen Kathreinmarkt am Sonntag.

Sophia, Johanna und Mama Carola Schröpf (von
Sophia, Johanna und Mama Carola Schröpf (von links) kaufen ein. Schließlich steht bald die Bescherung vor der Tür. Ob sich allerdings während des Weihnachtsgeschäfts lange Schlangen an den Kassen der Einzelhändler bilden werden, muss sich erst noch zeigen. Bild: Wilck
Doch woher rührt dieser Optimismus? "2007 verzeichnete der Einzelhandel ein relativ enttäuschendes Weihnachtsgeschäft", erinnert sich Kellermann, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels, kurz LEB. Ein dickes Umsatzminus habe die Geschäftswelt damals zwar nicht eingefahren. Das angestrebte Plus im Vergleich zu 2006 aber ließ sich nicht realisieren. Heuer laute das bescheidene Ziel: "Die Einzelhändler wünschen sich mindestens so gute Geschäfte wie 2007. Und das sollte drin sein."

"Denn das Konsumklima in Weiden ist definitiv nicht eingebrochen", weiß Kellermann. Trotz der Finanzkrise. Oder auch gerade deswegen. Denn die Krise habe auch ihre positiven Seiten für den Verbraucher, argumentiert Kellermann. Zum Beispiel? "Benzin- und Erdölpreise sinken. Der Milchpreis ist im Keller - und auch die Weidener Einzelhändler warten im Weihnachtsgeschäft mit Schnäppchen auf."

Genau diese werden die Weidener am Sonntag jagen, weiß Andrea Janker. Selbst wenn ein ähnlicher Schneesturm wie 2007 durch die Stadt fegen wird. "Da muss es schon Iglus schneien, dass die Leute dem Kathreinmarkt fern bleiben", meint Andrea Janker. Und einkaufen werden die Leute auch. "Vielleicht aber geht der Trend zu nützlicheren Geschenken", mutmaßt die Pro-Weiden-Chefin. Wegen der Finanzkrise.


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