Weiden. (gha) Irene Fritz findet es faszinierend, Kinder bei der Arbeit zu beobachten. Zum Beispiel, wenn dem fünfjährige Valentin beim Blick aus den Fenstern der Kulturwerkstatt auf den Parkstein plötzlich die Idee in den Kopf schießt, mit kraftvollen Strichen einen feuerspeienden Vulkan zu malen oder die zehnjährige Lisa eine kleine Blüte auf dem Papier zur blattfüllenden Riesenblume heranwachsen lässt.
Im Klinikum Weiden begrüßte Chefarzt Dr. Horst Fabriz zahlreiche Kunstfreunde. Nach der musikalischen Einleitung durch die Jazzband "Water Melon Man" stellte die Vorsitzende des Kunstverein Weiden, Silke Winkler die über die Region hinaus bekannte Oberpfälzer Künstlerin und Kunstpädagogin Irene Fritz vor, die bis zum 4. Januar den Gängen der Entbindungsstation 32 mit eigenen Werken und Arbeiten ihrer Schützlinge eine wohlige Atmosphäre verleiht. Fritz, 1967 in Augsburg geboren, studierte dort Kunsterziehung und ist freischaffend tätig als Künstlerin und Kunstpädagogin in ihrer 1995 in Kalmreuth gegründeten Kulturwerkstatt. Sie leitet das Projekt "Kinder im Museum" und bietet für Keramikmuseum Weiden sowie Kunstverein Weiden das museumspädagogische Programm an.
Ihre Schule ist mittlerweile bundesweit bekannt und Sitz der Geschäftsstelle Nord des Landesverbandes der Jugendkunstschulen und kulturellen Einrichtungen Bayern.
Das von Silke Winkler mit Irene Fritz sehr persönlich geführte Gespräch kreiste um das Thema der Ausstellung "Wechselspiel" und gab aufschlussreiche Einblicke in das Schaffen und Denken der Künstlerin. Fritz lobte die Arbeiten ihrer Schüler und betonte die Wichtigkeit von Kinderarbeiten für ihr eigenes Werk. "Kinder schaffen aus dem Augenblick heraus" sagt Fritz.
Von (gha) |
21.11.2008
| Netzcode: 1614387
Weiden
Kunst macht stark
Irene Fritz plaudert bei Ausstellungseröffnung
Die erwachsene Künstlerin Irene Fritz möchte sich etwas vom neugierigen Blick eines Kindes auf die Welt erhalten. Sie erfüllt sich ihre immerwährende Sehnsucht nach Aufbruch und Reise indem sie Boote und Schiffe, Reisekoffer und Taucher in abstrakte Farblandschaften schwimmen und fliegen lässt, übermalt Landkarten mit ihrer eigenen Sicht auf die Welt und erschafft so ihre persönliche "Schatzkarte", mit der sie immer wieder auf Reisen in die Welt der Fantasie gehen kann.
Mit den Worten "Kunst macht stark und ist eines der letzten Abenteuer, die einem begegnen" schloss Irene Fritz den Dialog.
Geöffnet ist die Ausstellung während der Besuchszeiten des Klinikums.
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