Weiden
"Puppenmutter" von Weltrang
Hanna Goetz erhält Mega-Star-Award in Moskau
Weiden. (ps) Als Schülerin verfolgte sie interessiert die Anfänge des Oberpfälzer Kunstvereins. Denn Kunst hat sie schon damals brennend interessiert. Hanna Goetz, geborene Herdey, kam als Erste in ihrer aus Südmähren stammenden Familie in Weiden zur Welt. Inzwischen ist Hanna Goetz Puppenmacherin, international anerkannt in USA, Japan und Russland und lebt in Rasch bei Altdorf. Erst vor kurzem wurde die 65-Jährige beim International Moscow Doll Salon mit dem Mega-Star-Award als beste ausländische Künstlerin ausgezeichnet.
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| Den Mega-Star-Award als beste ausländische Künstlerin erhielt Hanna Goetz vor kurzem beim Internationalen Moskauer Puppensalon. |
Hanna Goetz: Für mich völlig überraschend. Ich saß bei der Preisverleihung im Naturhistorischen Museum am Roten Platz im Publikum und habe meinen Namen selbst gar nicht verstanden. Erst als mich meine Nachbarin zweimal aufgefordert hat, auf die Bühne zu gehen, wurde mir klar, was los ist. Das war natürlich eine große Ehre.
Wie wird man eigentlich Puppenmacherin?
Hanna Goetz (lacht): Das frag' ich mich selbst manchmal. Also, die ersten Puppen habe ich für meine Kinder Julia und Felix gemacht, Anfang der 70er Jahre. Da gab es wenige Puppen auf dem Markt, die widerstandsfähig waren und die man Kindern gerne an die Hand gegeben hat. Anregungen fand ich unter anderem bei Puppenmachern, die im Kaufhaus Beck in München ausgestellt haben. Als erstes habe ich Handpuppen fürs Puppentheater für meine Kinder gemacht. Die ersten Stücke in den 80er Jahren waren noch aus Holzmasse.
Und was ist jetzt das Besondere an Ihren Puppen?
Hanna Goetz: Seit 1995 arbeite ich mit Ton. Ich hatte ein Seminar über Plastiken und Skulpturen in Salzburg belegt bei einer New Yorker Künstlerin. Mein Ziel ist es, Sammlerpuppen mit skulpturalem Anspruch zu fertigen. Sie müssen außerdem gewisse Emotionen ausdrücken. Das ist mir wichtig. Sie haben quasi ein eigenes Innenleben. Das versuche ich, mit Hilfe der Textur der Kleidung sowie von Farbe und Glanz darzustellen.
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| 1966 legte Hanna Goetz, damals hieß sie mit Nachnamen noch Herdey, ihr Abitur an der damaligen Mädchenoberrealschule in Weiden ab. Auf dem Foto ist sie als Zweite von links in der obersten Reihe zu sehen. |
Ihr Ehemann Prof. Rainer Goetz, ebenfalls ein gebürtiger Weidener, lehrt an der Universität in Würzburg Kunsterziehung. Ist Ihr Schaffen von ihm beeinflusst?
Hanna Goetz: Überhaupt nicht. Kunst hat mich schon als Schülerin interessiert, war mein Schwerpunktfach im Studium. In meinem Abiturzeugnis stand die für damalige Zeiten ungewöhnliche Bemerkung "... zeigte besondere Begabung im Fach Kunst". Was meinen Mann und mich betrifft: Jeder von uns hat seinen ganz eigenen Stil.
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Zur Person: Hanna Goetz
1947 kam Hanna Goetz, geborene Herdey, in Weiden zur Welt. 1966 legte sie das Abitur in Weiden ab. 1966 bis '69 Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschulen sowie Studium der Kunstpädagogik für mehr...Gestern

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