Von (rg)  |  19.11.2008  | Netzcode: 1612553
Weiden

Damit die Stadt nicht alt aussieht

Demographischer Wandel: NT-Diskussion am 3. 12.

Generationsübergreifende Geschenke? Beim Basteln
Generationsübergreifende Geschenke? Beim Basteln hätte der Weidener Nachwuchs in Zukunft alle Hände voll zu tun. Denn die Kinder werden immer weniger - und die Senioren immer älter. Bild: Wilck
In Neunkirchen ringen Eltern leidenschaftlich um den Erhalt der Schule. Derweil steht auch der Erhalt eines Teils des Kopfsteinpflasters in der Fußgängerzone auf dem Prüfstand: Ältere und behinderte Menschen kommen auf dem holprigen Belag nur schwer voran. Zwei ganz unterschiedliche Themen, die aber doch Entscheidendes eint: Sie sind erste konkrete Ausläufer einer Entwicklung, welche die Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Die Alten werden immer älter, die Jungen immer weniger.

Um die Folgen, aber auch Ängste und Lösungsmöglichkeiten ausgiebig zu diskutieren, geht wieder die "Zeitung vor Ort": Im Maria-Seltmann-Haus, dem städtischen Seniorenzentrum, will die NT-Lokalredaktion am Mittwoch, 3. Dezember, mit Alt und Jung über die demographische Entwicklung in Weiden sprechen. Überschrift: "Ü 50". Die Themenpalette könnte von notwendigen Schulzusammenlegungen und -sprengeländerungen über neue Freizeitangebote für Senioren ("Garten für Generationen") bis hin zum Mangel an Pflegekräften reichen. Denn das ist Fakt: Der Wandel der Altersstruktur wird die Kommunalpolitik zunehmend fordern. Derzeit tummeln sich in der Max-Reger-Stadt noch 4260 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren. Bis zum Jahr 2025 sollen es nur noch 3300 sein.

Dann, so sagt das Bayerische Landesamt für Statistik ferner vorher, hat jeder dritte Weidener das 60. Lebensjahr überschritten (derzeit 27 Prozent). Laut Prognose gehören in 17 Jahren insgesamt 14 200 Menschen (2008: 11 600) dieser Altersgruppe an.

Die NT-Diskussion beginnt um 18.30 Uhr. Auch jüngere Generationen als "Ü 50" sind dazu herzlich eingeladen. Schließlich wird nicht nur die Gesellschaft selbst immer älter, sondern auch jeder Einzelne ...


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