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Angemerkt
Kein Braunstich
Na so was. Ein ganz normaler Herbsttag in Weiden. Keine riesige braune Fahne weht über den Dächern, um (wie in einer Grafik der "Süddeutschen Zeitung") einen eisigen Schatten zu werfen. Keine Nazi-Horden ziehen gröhlend durch die Straßen.
Dabei mag sich's mancher Außenstehende nach den jüngsten überregionalen Berichten schon so vorstellen. Nach dem relativ hohen NPD-Landtagswahlergebnis und dem SZ-Artikel, der Weiden als braunen Brennpunkt brandmarkt (wegen - gescheiterter! - Pläne für ein Rechtsrock-Festival 2005). Dass dann noch einer schwarzen Studentin der Zutritt zum Nachtlokal verwehrt wird, passt ins Bild.
Oder? Es gilt, jedes Mosaiksteinchen isoliert für sich zu betrachten. Worauf es dann mitunter doch nicht ins Bild passt. Beispiel "Teehaus": Was genau an der Eingangstür vorfiel, wird sich nicht klären lassen. Der Betreiber hätte gut daran getan, die Irritationen der Studentin im Vorfeld des Medienrummels auszuräumen (die 24-Jährige hat sich mehrmals darum bemüht). Immerhin aber versichert der Gastronom nun öffentlich, er und seine Belegschaft hätten mit Rassismus nichts am Hut. Gut so. Denn daran muss er sich künftig messen lassen.
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