Der Fotograf Wolfgang Zielonkowski porträtiert ostbayerische Künstler beim Kunstverein Weiden
Weiden. Manchmal könnte man meinen, das Paradies liegt vor unserer Haustür - so schön ist die Oberpfalz. Diese Gegend, die immer wieder durch ihre reiche Kulturlandschaft besticht, hat eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die man immer wieder aufs Neue entdecken muss. Solch ein "Entdecker" ist Wolfgang Zielonkowski, der mit offenen Augen durch Bayern geht und "Schönheiten unterschiedlichster Art" mit seiner Kamera festhält.
"Gesichter einer Landschaft" hat er seine Ausstellung genannt, die bis zum 23. November beim Weidener Kunstverein zu sehen ist. Dazu gehören für ihn Aufnahmen der ostbayerischen Landschaft genauso dazu wie Porträts ostbayerischer Künstlerinnen und Künstler, die einen Großteil dieser Sammlung ausmachen.
Der gebürtige Schlesier, der zuletzt einen Lehrauftrag für Naturschutz an der Universität Regensburg hatte, zeigt zum Beispiel den Arbersee oder den Ranken mit einer besonderen Aufmerksamkeit. Es ist nicht nur ein bloßes Ablichten der Natur, es ist ein intensives Eintauchen in Stein, Wasser und Flora. Der Raum wird gestaltet und als Ganzes gesehen. Eine individuelle Gedankenwelt tritt dabei zutage, die die Bilder als symbolische Verdichtung in den Vordergrund treten lässt.
Der Fotograf Wolfgang Zielonkowski porträtiert ostbayerische Künstler beim Kunstverein Weiden
Glückliche Zufallsbekanntschaften waren es oft, die zu den Porträts der ostbayerischen Künstler geführt haben. Namen wie Jeff Beer, Benno Hurt, Wolf Peter Schnetz, Heiner Riepl, Christine Sabel, Helmut Langhammer, Günter Mauermann oder Paul Schinner tauchen dabei auf. Die Porträtierten werden mit einer selten gesehenen Sensibilität und Offenheit abgelichtet.
Die kontrapunktische Qualität lässt ein Werden und Vergehen in den Fotografien deutlich in den Vordergrund treten. Farb- sowie Hell-Dunkel-Kontraste lösen sich ab und gehen ineinander über. Bildende Kunst, Literatur, Musik und Museumswesen zeigen so eine "regionale Weltbildnerei".
Dem Kunstverein Weiden ist somit - wieder einmal - eine Gesamtdarstellung des Oberpfälzer Kunstraumes gelungen. Damit stehen die Kulturschaffenden in der Tradition von Veit Loers, der 1986 in Regensburg mit "Heimat deine Sterne" eine erste Bestandsaufnahme versuchte, die dann in Aktionen wie "Kunsträume Bayern" (2008) oder "Standpunkte/Landeplätze" (2007/08) ihre Fortsetzung fand. Dem Bemühen des Kunstvereins, eine "Corporate Identity" aufzustellen und das Potenzial des Kulturraums Oberpfalz darzustellen, wird mit dieser sehenswerten Ausstellung Rechnung getragen.
"Gesichter einer Landschaft" ist bis 23. November beim Kunstverein Weiden (Ledererstraße 6) zu sehen. Öffnungszeiten: Sonntags 14 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (0961/46308).
Künstler Asisi will Panoramagemälde zerstören lassen
Der Berliner Künstler Yadegar Asisi will sein 100 Meter langes und 30 Meter hohes Panoramagemälde "Rom 312" im Leipziger Panometer in aller Öffentlichkeit zerstören.
Das Rundgemälde soll an 1.
mehr...
2009 ist das offizielle Schillerjahr: Ausstellungen und Inszenierungen zum 250. Geburtstag des großen Dichters
Für die einen ist und bleibt er der deutsche Shakespeare, für andere ein "Attitüden-Held" und "Moraltrompeter". 2009 wird Friedrich Schiller aber wieder gefeiert - vor allem natürlich in Marbach am
mehr...
Neue Vortragsreihe im Internationalen Keramik-Museum startet am15. Januar
Mit zwei neuen Referenten, Arnulf Schlüter und Roxane Bicker, jungen Ägyptologen mit Magisterabschluss, die bewährte Mitarbeiter des Ägyptischen Museums München sind, startet das Internationale
mehr...
"The Dark Knight" räumt bei US-Publikumspreisen ab
Der düstere Batman-Film "The Dark Knight" von Regisseur Christopher Nolan hat die Top-Preise des amerikanischen Publikums gewonnen. Bei der Vergabe der "People's Choice Awards" am Mittwochabend
mehr...
"Baader Meinhof" für britischen Filmpreis nominiert
Das deutsche RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" ist für den Preis der britischen Filmakademie (BAFTA) nominiert worden. Die Eichinger-Produktion, bei der Uli Edel Regie führte, geht in der
mehr...
Globalisierungskritik im Zigarrendunst: Dramatiker und Whiskeyfreund Heiner Müller wäre 80 Jahre
Heiner Müller wäre über die Weltfinanzkrise wohl nicht sonderlich überrascht. Im Dunst seiner geliebten Zigarren und mit einem Glas Whiskey in der Hand würde er darüber sinnieren, woher das Elend
mehr...
Beschwingter Neujahrs-Zauber: Das Alt-Wiener Strauss-Ensemble begeistert im Bayreuther Opernhaus
Beim traditionellen Neujahrskonzert im Bayreuther Opernhaus brachte das Alt-Wiener Strauss-Ensemble unter der Leitung von Ralph Kulling am Dreikönigstag seinen Zuhörern wieder einmal die bekannten
mehr...
Kartenlose Kammermusik-Leckerbissen: Die Schlosskonzerte Fockenfeld in Konnersreuth bieten heuer elf Veranstaltungen
Immer sonntags um 17 Uhr erwartet einmal im Monat der Rokokosaal von Schloss Fockenfeld die Musikfreunde zum Konzert. Seit der Renovierung der ehemaligen Sommerresidenz der Waldsassener Äbte finden
mehr...
Brand in Anna Amalia Bibliothek: Versicherung zahlt fünf Millionen Euro
Der Versicherungsstreit um Millionenzahlungen für verbrannte Bücher der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar ist beigelegt. Danach erhält die Klassik Stiftung fünf Millionen Euro von dem
mehr...