Angemerkt
Hoher Preis
Bei den Haushaltsberatungen werden sie wieder Wasser predigen. Und sich selber mit Wein volllaufen lassen? Das zumindest wirft Luise Nomayo den Weidener Stadträten vor, den bayernweit teuersten, wie sie in ihrem detaillierten Kostenvergleich vorrechnet. Kostenvergleich? Ein Äpfel-Birnen-Vergleich. Denn ein wichtiger Parameter fehlt in der Statistik, weil er auch schlecht messbar ist und beliebig interpretierbar: die Leistung, welche die Kommunalpolitiker für ihre Aufwandsentschädigung abliefern.
Aber: Inwiefern sind Stadträte kompetent, den "Wert" ihrer eigenen Arbeit einzuschätzen - und ihn höher anzusetzen als die Kollegen anderswo? Nach der Kommunalwahl schien es so, als wollten sie tatsächlich bei sich selbst sparen. Es war ein zähes Ringen. Heraus kam eine neue Geschäftsordnung, die zwar mehr Gerechtigkeit bringt (unter anderem den kleinen Fraktionen), das Gremium unterm Strich aber kaum "preisgünstiger" macht.
Alles andere als das Signal, das sich damals viele Weidener gewünscht hätten. Jetzt folgt die Quittung: weitere leidige Debatten über vermeintlich überbezahlte Stadträte. Ist es das wert?
Weiden heute
"Zeitreise durch die bewegte Erde", Vortrag von Dr. Andreas Peterek um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Hans Bauer.
"Die Nibelungen",Theaterstück der Kleinen Bühne um 19.30 Uhr in der Max-Reger-Halle.
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