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Von (uz)  |  14.10.2008  | Netzcode: 1568754
Weiden

Dumm gelaufen: Doof ist normal

Bestseller-Autoren beschreiben eine verdummte Generation - Chaos bei der Erziehung programmiert

Weiden. (uz) "Eltern nehmen heute nur noch selten den Erziehungs-Steuerknüppel zur Hand und scheinen nur mehr auf den Autopiloten zu vertrauen." Diesen Vergleich mit der Führung eine Jumbo-Jets zogen die Bestsellerautoren Stefan Bonner und Anne Weiss. Für sie ist mangelnde Erziehung einer der wesentlichsten Gründe, warum es heute eine "Generation doof" gibt.

So lautet auch der Titel ihres Buches. Die Autoren sprachen am Freitagabend in der Buchhandlung Rupprecht von "Hilflosigkeit und falscher Toleranz". Viele Eltern hätten keine "Lizenz zur Erziehung". Das Fazit des Duos: "Die Fastfood-Generation ist zur Eltern-Generation geworden. Das Chaos ist vorprogrammiert." Eltern der "Generation doof" seien immer weniger bereit, ihren Kinder Manieren beizubringen. Dies werde spätestens dann fatal, wenn diese Kinder ins Berufsleben eintreten. Ihren Teil zur "Verdoofung" würden aber auch die Medien beitragen. "Früher gab es drei Programme. Da war Fernsehen noch was Besonderes." Heute, so Bonner, handle es sich um eine "multimediale Bespaßungsbude".

Drei Stunden verbringe der Durchschnittsbürger täglich vor der Glotze. Und was werde ihm da gezeigt? "Real-Life-Soaps über Menschen, die es im Leben noch weniger weit gebracht haben als wir selbst." Dieter Bohlens Starsuche erziele Traumquoten von 5,5 Prozent. Dafür liefen den Tagesthemen die Zuschauer weg. "Warum schauen wir uns das an, anstatt uns mit Freunden zu treffen, uns der Trunksucht oder dem Sex zu widmen?"

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