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Von (ps)  |  10.10.2008  | Netzcode: 1564471
Weiden

Immer mehr Kinder landen im Heim

OB Kurt Seggewiß und Alois Schröpf plädieren: Eine Million mehr für die Jugendhilfe

Weiden. (ps) Eine Million Euro mehr für die Jugendsozialarbeit? OB Kurt Seggewiß richtete die "dringende Bitte" an den Jugendhilfeausschuss, "dass wir das Geld in die Hand nehmen, weil es dringend gebraucht wird". Unter anderem - wie Jugendamtsleiter Alois Schröpf deutlich machte - für die Heimunterbringung. Er meinte sogar: "Der Trend ist bedrohlich."

"Die Heimkosten explodieren", führte der Jugendamtschef aus, als er die Anforderungen für das Budget 2009 erläuterte. "2007 und 2008 gab es einen regelrechten Boom. Viele Familien brechen zusammen. Immer häufiger kommt es zu Notsituationen, in denen wir gezwungen sind, die Kinder aus den Familien zu nehmen." Die Folge: Für nächstes Jahr erwartet der Amtsleiter 1,15 Millionen Euro Kosten für die Heimunterbringung. Das bedeutet ein Plus von 340 000.

Mit 30 000 Euro Mehrkosten rechnet Schröpf bei den Hilfen zur Erziehung seelisch Behinderter. "Die Fallzahlen steigen, und bei diesem Personenkreis sind wir sogar bis zum 27. Lebensjahr zuständig." Ein Plus von 80 000 Euro wird seiner Ansicht nach für das erhöhte Betreuungsangebot für Kleinkinder erforderlich. Die Nachfrage nach Krippenplätzen für Ein- bis Dreijährige steigt.

Zwei erfreuliche Aspekte, die ebenfalls den Etat 2009 nach oben treiben: 2009 werden zwei neue Schulsozialarbeiter an der Pestalozzi- und der Europa-Berufsschule anfangen. Außerdem nimmt das Stadtteilzentrum im Stockerhut mit einiger Verzögerung endlich den Betrieb auf. Schröpf rechnet mit einem Betriebskostenzuschuss in Höhe von 80 000 Euro für den Träger.

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