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Angemerkt
Prinz gesucht
Eigentlich soll eine alte Tradition wiederauferstehen. Am Faschingsdienstag um 17 Uhr will die Narrhalla ihren Prinzen zu Grabe tragen - öffentlich, vor dem Alten Rathaus. Stattdessen droht der Gesellschaft eine ganz neue Erfahrung in den bald 75 Jahren ihres Bestehens: dass sie die Hoffnung begraben muss, überhaupt einen Faschingsprinzen küren zu können.
Ist ja auch nicht unbedingt lustig, dieses närrische Amt. Jede Menge große und kleine Auftritte absolvieren, lange Nächte durchstehen, die Prinzessin ebenso bei Laune halten wie das Publikum, selbst bei einer Fetzen-Erkältung gute Miene zum bösen Schnupfen machen. Viel Mühe. Kein Lohn. Da leuchtet's ein, dass "viel Humor" zum Anforderungsprofil zählt.
Ein Narr, wer so was zum Nulltarif auf sich nimmt? Solche Leute gibt's! Gesellige Menschen, die aus Spaß an der Freud' anpacken: Was wäre die Weidener Vereinslandschaft ohne sie? Und da käme der Narrhalla-Prinz doch noch vergleichsweise glimpflich davon: Am Faschingsdienstag, nach ein paar kurzweiligen Wochen, darf er sein Ehrenamt schon wieder beerdigen. Na also. Freiwillige vor!
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