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Von (wd)  |  07.10.2008  | Netzcode: 1560527
Weiden

Gold für Almesbacher Superschwein

Kreuzungseber "Pediko" sorgt für schnelleres Wachstum und besserer Fleischqualität

Weiden. (wd) Die Almesbacher Schweinezüchter können auf kein Patentrezept nach dem Motto "Man nehme" zurückgreifen. Und dennoch wagten sie schon 2005 die erste "Anpaarung" von Duroc- und Pietrain-Schweinen. Inzwischen wird die wissenschaftlich aufgestellte Zuchtlinie auch von der Landesanstalt für Landwirtschaft mitgetragen, die dann 2007 mit einem groß angelegten Zuchtversuch begann.

Der Freistaat dankte beim Zentralen Landwirtschaftsfest den Almesbachern für Mut, Eigeninitiative und für den ersten Kreuzungseber "Pediko" mit der Staatsmedaille in Gold, die nur alle vier Jahre vergeben wird. Auch die Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion verlieh dem Agrarzentrum Almesbach für die Mitwirkung an der Entwicklung des "Endstufenebers 2010", so inzwischen die offizielle Bezeichnung des Almesbacher Versuches, die Silbermedaille.

Helmut Bamler, der Experte für das Borstenvieh in Almesbach, kennt den Dauerkonflikt in der Schweinezucht: Das Fleisch soll möglichst mager sein, fordert der Verbraucher. Aber: Magerem Fleisch fehlt der Geschmack, denn Fett ist der Geschmacksträger Nummer eins. Gerade die dänische Rasse Duroc wartet mit dem gesuchten intramuskulären Fett, also mit fein marmoriertem Fleisch auf.

Robustheit schadet nicht



Die Durocs gelten zudem als sehr robust mit stabilem Knochenbau. "In der heutigen Herdenhaltung geht es mitunter zu wie in einer Wildschweinrotte. Da kann eine gewisse Robustheit nicht schaden", betont Bamler. Und dass die Durocs zudem schneller wachsen, weiß jeder Mäster zu schätzen. Inzwischen stehen ja in Niederbayern bereits in einigen Mastbetrieben die schnellen Dänen-Ferkel.

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