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Von Annette Reuther, dpa  |  28.08.2008  | Netzcode: 1514785
London

Enttäuschung für Bond-Fans

"Being A Scot": Schauspieler-Legende Sean Connery legt Autobiografie vor, die eher Reiseführer ist

Connery
Sean Connerys Autobiographie: für viele nicht das Gelbe vom Ei. Bild: dpa
Vergessen ist James Bond, Sean Connery hat sich für eine neue Rolle beworben: Als König von Schottland. Mit seiner Autobiografie, die an seinem 78. Geburtstag am Montag erschienen ist, enttäuscht er zwar alle Bond-Fans auf der Suche nach Enthüllungen eines knallharten Sexsymbols. Dafür entzückt Connery mit "Being A Scot" sicherlich das Fremdenverkehrsamt Schottland: Denn das Werk liest sich eher wie ein ausführlicher Kulturreiseführer für Schottland-Freunde als die Lebensgeschichte eines Superstars.

Seinen Werdegang reißt Connery nur in den ersten Kapiteln an, die sowohl seine Kindheit in Edinburgh in ärmsten Verhältnissen als auch seinen "Aufstieg" zum Milchjungen mit eigenem Pferdekarren beschreiben: "Ein Pferd nur für mich. MICH! Ich konnte es nicht fassen", schreibt der heutige Multimillionär Connery. Anschließend jobbte der noch unentdeckte Star als Sargpolierer und Aktmodell, versuchte es als muskelbepackter Mr. Universe ("ich habe nie einen Preis gewonnen") sowie als Matrose mit "Mum and Dad"-Tattoo und träumte von einem Leben als Fußballer.

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