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Von (ca)  |  27.08.2008  | Netzcode: 1513470
Weiden/Tangalle

Sri Lanka nicht im Stich gelassen

Vier Jahre nach Tsunami: Viele Helfer sind längst weg, Weidener Klinikum hilft weiter

Weiden/Tangalle. (ca) Nein, von einer Eintagsfliege kann schon lange keine Rede mehr sein. Tragisch waren die Umstände, die dazu führten, dass das Klinikum Weiden ein Krankenhaus auf Sri Lanka zum Laufen brachte. Eva Hausel, Tochter des Weidener Chirurgen Dr. Manfred Hausel, entkam der Tsunami-Welle nur knapp, ihr Partner verlor sein Leben.

Wie glücklich dagegen die Umstände, die jetzt zur Rückkehr von Intensivkrankenschwester Lisa Kopf führen. Insgesamt drei Jahre hat die Mutter zweier erwachsener Kinder auf Sri Lanka verbracht. Abwechselnd mit Kollegen leistete sie für die Spendenaktion "Let's give a hand" wichtige Aufbauarbeit. Im Oktober kehrt sie zurück. Der Betrieb in Tangalle läuft gut. Und Lisa Kopf hat privates Glück im Gepäck: Sie hat geheiratet und bringt ihren singhalesischen Ehemann mit in die Oberpfalz. Eine Wohnung wird das Paar in Altenstadt/WN beziehen.

Sie haben jetzt so viele Monate in Sri Lanka verbracht. Was werden Sie am meisten vermissen?

Lisa Kopf: Ich war seit August 2005 alles in allem drei Jahre in Tangalle. Da ist Sri Lanka natürlich zu einer zweiten Heimat für mich geworden. Ich werde meine Familie, meine Freunde und auch das Krankenhaus sicher vermissen.

Also fällt die Rückkehr in die Oberpfalz schwer?

Lisa Kopf: Sri Lanka ist trotzdem nur meine zweite Heimat. Ich freue mich wahnsinnig auf Deutschland, auf das geregelte Leben, auf meine Arbeit und auf alle, die mir nahe stehen. Die Rückkehr fällt mir nicht sehr schwer. Ich werde ja immer wieder zurück nach Sri Lanka kommen.

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