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Weiden
Lions-Großspende hängt fest
Finanzamt Weiden fehlt bisher die Software, um den Steuerbescheid zu bearbeiten
Weiden. (wd) Verzichte, tue Gutes und zahle dafür auch noch brav Steuern. Selbst den Mitgliedern des Lions Clubs Weiden ist nur schwer vermittelbar, dass "Vater Staat" kräftig zulangt und an der erfolgreichen Zahngold-Sammelaktion beteiligt sein will.
Schwer verdaulich
Bereits im Juli 2007 sollte die Großspende überreicht werden. Mitten in der Terminabsprache überraschte der Schatzmeister mit dem Verdacht, dass wegen der Spendenhöhe auch Körperschaftsteuer anfalle. Das Finanzamt Weiden bestätigte die Steuerpflicht, nicht nur bei Umsatzsteuer, sondern auch bei der Körperschaftsteuer, zu der noch die "Soli"-Abgabe kommt. Das Geschäftsjahr 2007 musste nun abgewartet werden. Im Januar 2008 gaben die Lions die Steuererklärung ab. Eine Bearbeitung scheiterte bisher am fehlenden Programm, das jährlich neu erstellt wird.
"Die Steuern sind die Kröten, die wir schlucken müssen. Sie sind in diesem Fall schwer verdaulich", betont der Schatzmeister der Lions. Bei vielen Mitgliedern jedoch bleibt Unverständnis: Sie finanzierten mit ihren Spenden (SOS-Kinderdorf, Defibrillatoren für Ersthelfer des Roten Kreuzes, Kuno sowie in diesem Jahr für den Hochschulausbau) schließlich dringende staatliche Aufgaben und würden dafür vom Staat abgestraft, zur Kasse gebeten. Nicht gewürdigt würde das Entgegenkommen der Patienten, die ihr Zahngold aus alten Brücken und Kronen in den Praxen spendeten, der Einsatz der Zahnärzte und der Sammler.
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