Von (rg)  |  22.07.2008  | Netzcode: 1470048
Weiden

Beschäftigte nicht im Regen stehen lassen

Für bessere Finanzausstattung: Klinikumsleitung unterstützt erstmals ver.di-Protest - "Der Deckel muss weg"

Dunkle Wolken über der Krankenhauslandschaft. Und dann stehen die Beschäftigten des Klinikums auch noch im Regen - buchstäblich: just, als Gewerkschaftssekretär Robert Hinke die ersten bitteren Sätze in sein rotes Megaphon gesprochen hat. "Es ist soweit", kommentiert der ver.di-Mann nun. "Selbst der Himmel weint vor dem Hintergrund dieser Finanzierungsschwierigkeiten." Die Aktion selbst wertet er jedoch als absoluten Lichtblick: Um gegen die unzureichende finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser zu protestieren, lud ver.di die Beschäftigten des Klinikums in Weiden zur "aktiven Mittagspause" vor die Pforten - mit ausdrücklicher Unterstützung der Geschäftsführung.

"Wir haben da die gleichen Interessen", freut sich stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Karl Frister. "Erstmals setzen wir sie auch gemeinsam durch." "Der Deckel muss weg", fordert Vorsitzender Albert Lobenhofer in Anlehnung an das Motto der bundesweiten Protestaktionen: Eine Budgeterhöhung von zuletzt gerade mal 0,64 Prozent reiche niemals aus, um gestiegenen Ausgaben beispielsweise für längst fällige Lohnerhöhungen, für Energie und Mehrwertsteuer Rechnung zu tragen. "Kleine Häuser können nicht mehr wettbewerbsfähig sein", befürchtet Hinke. Für eine Kundgebung in Regensburg will er am heutigen Dienstag 4000 Krankenhaus-Angestellte in die Donauarena lotsen. Und Ende September sollen mindestens 100 000 Demonstranten den Gesetzgeber in Berlin "verarzten".

Dabei zeigt sich am Montagmittag, dass der "Deckel" auch seine guten Seiten hat: Mancher der rund 60 Teilnehmer hält sich das "Der Deckel muss weg"-Schild flach über den Scheitel. Deckel drauf. Na bitte. Ein fast perfekter Regenschutz.


Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
Heute, Seite 2

Weiden

"Puppenmutter" von Weltrang

Hanna Goetz erhält Mega-Star-Award in Moskau

Als Schülerin verfolgte sie interessiert die Anfänge des Oberpfälzer Kunstvereins. Denn Kunst hat sie schon damals brennend interessiert. Hanna Goetz, geborene Herdey, kam als Erste in ihrer aus Südmähren stammenden Familie in Weiden zur Welt. Inzwischen ist Hanna Goetz Puppenmacherin, international anerkannt in USA, Japan und Russland und lebt in Rasch bei Altdorf. Erst vor kurzem wurde die 65-Jährige beim International Moscow Doll Salon mit dem Mega-Star-Award als beste ausländische Künstlerin ausgezeichnet. mehr...

Weiden

So sterben die Weidener

Mehrheit der 536 Verstorbenen 2007 wurde Herzprobleme oder Krebs zum Verhängnis

Vor dem Totensonntag eine gute Nachricht: Die meisten Weidener erreichen ein hohes Alter. Das verraten die Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik. Demnach lag das durchschnittliche Sterbealter der Max-Reger-Städter 2007 bei 77,1 Jahren - und damit knapp über dem Bayernschnitt von 77 Jahren. Todesursache Nummer eins waren Herz-/Kreislauferkrankungen, gefolgt von Krebs. mehr...

Weiden

Wildschaden betrifft Pächter

Landwirte sind dafür nicht zuständig - Wildschweine bereiten Probleme

"Die am besten verpachtete Jagd ist nicht die mit dem höchsten Pachtzins, sondern die mit dem geringsten Wildschaden." Diese Position bezog Alois Lukas, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften, auf die Frage, ob Landwirte bei der künftigen Vergabe eines Jagdreviers auf den Punkt Wildschadenersatzpflicht zugunsten der Jägerschaft verzichten sollen. mehr...

Weiden

Büro auf Vordermann

Juso-Unterbezirk in renovierten Räumen - Unterstützung

"Konzentriert und effektiv." Mit einem dreitägigen Einsatz und "50 bis 60 Arbeitsstunden" haben die Jusos im Gebäude der SPD-Zentrale der Region "Hinter dem Zwinger" in Weiden ihr Unterbezirksbüro mehr...

Weiden

Damit die Stadt nicht alt aussieht

Demographischer Wandel: NT-Diskussion am 3. 12.

In Neunkirchen ringen Eltern leidenschaftlich um den Erhalt der Schule. Derweil steht auch der Erhalt eines Teils des Kopfsteinpflasters in der Fußgängerzone auf dem Prüfstand: Ältere und behinderte mehr...
Gestern, Seite 2

Weiden

Alles, nur kein Zigarettendieb

38-Jähriger will nach erneuter Verurteilung gesetzestreu werden

Ein "alter Bekannter" stand wieder einmal vor Strafrichter Peter Werner. 20 Vorstrafen, quer durch das Strafgesetzbuch hat der 38-jährige Mann inzwischen vorzuweisen. Diesmal waren es Betrug, Diebstahl, Waffenbesitz, Beleidigung und Fahren ohne Führerschein, weswegen er angeklagt war. mehr...

Weiden

"Besonderes Treueverhältnis"

Medienhaus "Der neue Tag" zeichnet langjährige Mitarbeiter aus - Günter Moser ein "50-Jähriger"

Still und leise schreibt Günter Moser ein besonderes Kapitel Verlagsgeschichte: Seit 50 Jahren ist er Mitarbeiter im Medienhaus "Der neue Tag/Amberger Zeitung". Geschäftsführende Verlegerin Barbara Panzer bekannte, dass derartige Arbeits-Jubiläen äußerst selten seien. mehr...

Weiden

Clip in Prostata kein Kunstfehler

Chefarzt Klotz muss kein Schmerzensgeld zahlen

In vollem Umfang wies die erste Zivilkammer des Landgerichts eine Klage auf Schmerzensgeld gegen den Chefarzt der Urologie am Klinikum zurück. Professor Dr. Theodor Klotz hatte im Oktober 2002 einen damals 66-jährigen Patienten mit Prostatakrebs zunächst erfolgreich operiert. mehr...

Weiden

Für Gewaltprävention

Herbstversammlung des Stadtjugendrings - Dezentrale Jugentreffs

"Der Seminarraum im Jugendzentrum wird spätestens in einem halben Jahr den Verbänden zur Verfügung stehen", berichtete die Vorsitzende des Stadtjugendrings, Martina Siller, bei der Herbstversammlung. Besonders hervorgehoben wurde die vierte Stelle im Jugendzentrum (JuZ), mit der neue Arbeitsfelder der Jugendarbeit abgedeckt würden. Als Schwerpunkt nannte die Vorsitzende die Betreuung dezentraler Jugendtreffs. mehr...

Weiden

Goldmedaille für Brotbäcker

Ehrungen bei der Herbstversammlung der Innung - Solide Ausbildung sehr wichtig

Bei der Herbstversammlung der Bäckerinnung Nordoberpfalz im Handwerkerhaus ehrte Obermeister Alois Spitzer Bäckermeister Helmut Bäuml aus Mitterteich mit den Goldenen Meisterbrief für 35 Jahre Leistung und Engagement für die Bäckertradition. Zugleich überreichte der Obermeister an Jungmeister Florian Pappenberger aus Grafenwöhr ein Geschenk für die kürzlich bestandene Meisterprüfung. mehr...