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Angemerkt
Lerneffekt oder
Sensationsgier
Vater und Sohn missbrauchen gemeinschaftlich die eigene Tochter beziehungsweise die eigene Schwester: Solche Vorwürfe sorgen bei Gericht für volle Zuhörerräume. Hausfrauen, Rentner, ja sogar Schulklassen strömen in den Schwurgerichtssaal, wollen wissen, wie Monster aussehen und bekommen doch nur zwei unauffällige Menschen zu Gesicht - dafür aber Ungeheuerliches auf die Ohren.
Mit der Anklageschrift beginnt ein verbaler Porno im Gericht, der ganz unfreiwillig im Kopf Bilder über menschliche Abgründe erzeugt. In wessen Köpfen? In denen der Hausfrauen, der Rentner - und auch der Schüler.
Ups. Wie das wirkt? Hoffentlich abschreckend. Denn ansonsten würde die Gerichtsverhandlung über eine Vergewaltigung einfach nur die Sensationsgier der Zuhörer befriedigen. Und der Lerneffekt wäre gleich Null - ein trauriges Urteil.
Leute
Mit Freuden in die
Grenzregion
Vor einer Woche hat er seinen Schreibtisch im zweiten Stock des Neuen Rathauses bezogen: Stephan Jarmer , 40, der neue Wirtschaftsförderer der Stadt - und gebürtiger Hamburger. Nichtsdestotrotz kennt das Nordlicht die Region bestens: Wirtschaftsgeograph Jarmer hat in Eichstätt und Bayreuth studiert, später sieben Jahre das "Textilforum Oberfranken", eine Kooperation von Unternehmen, geleitet. Auch seine Frau Michaela ist mit dem Grenzraum vertraut. Sie arbeitet für die Euregio Egrensis. Das Paar - seit einem Jahr verheiratet - lebt in Bayreuth, zieht aber einen Umzug nach Weiden in Erwägung.
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