• Seite 1
  • Seite 2
  • Seite 3
Von (ror)  |  22.07.2008  | Netzcode: 1469860
Muglhof

Windräder schlagen Rehe in die Flucht

Erfahrungen im Raum Neumarkt zeigen: Jagdbetrieb wird beeinträchtigt

Muglhof. (ror) Die bei Matzlesrieth angedachten Windkrafträder würden das Jagdwesen stark in Mitleidenschaft ziehen. Diese Befürchtung wurde bei der Informationsveranstaltung der Jagdgenossenschaft am Samstag laut. Jagdberater Herbert Burger bezog zum Thema "Windkraftanlagen und die Jagd" Stellung und zog dafür die Erfahrungen im Landkreis Neumarkt heran.

Ein Blick auf die von der Bezirksregierung im Januar veröffentlichen Übersichtskarte zeigt, dass der Landkreis Neumarkt in Sachen Windkraftanlagen eine Vorreiterrolle übernommen hat. Dort wurden die ersten Anlagen bereits vor fünf Jahren errichtet. Zwischenzeitlich stehen dort bereits zehn Windräder. Burger hat daher Erkundigungen vom Landratsamt Neumarkt eingeholt und von einem Revierpächter der Gemeinschaftsjagd Wirbenz. Dort stehen zwei Windkraftanlagen.

Probleme schon beim Bau



Übereinstimmend erhielt er die Auskunft, dass es schon zu Beginn der etwa einjährigen Erschließungs- und Bauphase zu erheblichen Beeinträchtigung der Jagd gekommen sei Hinzu kam anschließend ein umfangreicher Anlagentourismus von Interessierten und Neugierigen. Ferner berichtete der dortige Pächter, dass die Betriebsgeräusche dieser Anlagen letztlich eine Versetzung seiner Jagdeinrichtungen erforderlich gemacht habe.

Aufgrund des raschen Licht-/Schattenwechsel durch die Rotorblätter würde Schalenwild das Umfeld der Anlagen meiden, hieß es weiter. Während der dreijährigen Betriebszeit sei kein Gewöhnungseffekt eingetreten, das Rehwild sei ferngeblieben. Erfahrungswerte über diese drei Jahre hinaus, lägen nicht vor.

  • Seite 1
  • Seite 2
  • Seite 3
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
Ältere Kommentare
Meine Meinung
hubertus (195.145.x.x)  |  28.07.2008 07:44 Uhr

In meinem Revier stehen bereits seit 6 Jahren sechs WIndkraftanlagen auf einer Fläche von 20 ha. Sicherlich müssen wir uns nach alternativen Energien umsehen. Auch ich bin kein Freund vom Atomenergie. Aber gehört der Lärm durch die Rotation, der negative Einfluss durch Licht und Schatten auf das Wild, sowie das Erscheinungsbild in unserer schönen Landschaft zu dem Preis den wir dafür zahlen müssen? Gibt es nicht Bereiche und Gebiete in denen wir solche Monster in die Landschaft setzen können. Mir stellt sich die Frage, was wohl schlimmer ist, der Geruch der ausgebrachten Reste der Biogasanlagen, der Lärm und das Landschaftsbild der Windkraftanlagen oder vielleicht ein ständiges Verstrahlungsrisiko der Atommeiler. Nach nun 6 Jahren der Windkraftanlagen kann ich folgendes berichten. Von den Schalenwildarten haben sich zuerst Schwarz- und später auch Rehwild an Licht und Schatten, selbst an den Lärm gewöhnt. Rotwild, das fast täglich an dieser Stelle austratt ist und bleibt diesen Gebiet fern. Niederwild wie der Hase hat selbst den Bereich unmittelbar an den Windrädern, der bepflanzt wurde angenommen. Fledermäuse mußten erst jahrelang sterben, bevor man darauf reagierte und zusätzliche Geräuschleisten an den Rotorblättern anbrachte. DIese Leisten sorgen nun dafür, dass das Ultraschallsystem der Fledermäuse nicht mehr gestört wird.
Die Politik ist nun gefragt, nicht MIliarden in die Entwicklungshilfe anderer Länder zu stecken, sondern sich um die Probleme im eigenen Land zu kümmern.
Ich bin überzeugt es werden sich noch andere alternative Energien mit weniger negativen Auswirkungen finden.


Achim (87.162.x.x)  |  23.07.2008 06:47 Uhr

Ich denke , mehr Übertreibung geht nicht mehr.


Heute

Vorabmeldung aus der Zeitung von morgen. Weiden

Mit drei Promille in Gegenverkehr

Zwei Jahre Haft ohne Bewährung: Betrunkener Ungar tötet 39-jährige Mutter bei tragischem Unfall

Der schlimmste Albtraum: Die 39-jährige Autofahrerin hatte am 7. Juni keine Chance. Auf der Staatsstraße Weiden-Mantel gerät auf Höhe Neunkirchen ein betrunkener Bauarbeiter aus Ungarn auf die Gegenfahrbahn und rast frontal in ihren Wagen. Um 21.30 Uhr knallen die Autos ineinander. Die zweifache Mutter stirbt. Am Donnerstag steht der Unfallfahrer vor Gericht. mehr...
Zum Artikel: Wieder wird's was geben

Vorabmeldung aus der Zeitung von morgen. Weiden

Wieder wird's was geben

Einzelhandel geht trotz Finanzkrise optimistisch ins Weihnachtsgeschäft

"Finanzkrise hin oder her. Weihnachten ist Weihnachten", meint Pro-Weiden-Chefin Andrea Janker. Ergo: "Eingekauft wird trotzdem." Ob das die Weidener Einzelhändler mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ähnlich optimistisch sehen? Josef Kellermann beschreibt die Gemütslage der hiesigen Geschäftsleute als "hoffnungsfroh". Gerade mit Blick auf den verkaufsoffenen Kathreinmarkt am Sonntag. mehr...
Zum Artikel: Winterdienst erwartet mehr Wetterkapriolen

Vorabmeldung aus der Zeitung von morgen. Weiden

Winterdienst erwartet mehr Wetterkapriolen

Bauhof aber gut gerüstet - 1200 Tonnen Streusalz

Winterdienst-Einsatzleiter Hans Ruhland hatte heute eine kurze Nacht. Ab 2.30 Uhr morgens war er in Weiden unterwegs, um den Zustand der Straßen zu kontrollieren. Ab 4 Uhr standen weitere 30 Männer mehr...

Weiden

Clip in Prostata kein Kunstfehler

Chefarzt Klotz muss kein Schmerzensgeld zahlen

In vollem Umfang wies die erste Zivilkammer des Landgerichts eine Klage auf Schmerzensgeld gegen den Chefarzt der Urologie am Klinikum zurück. Professor Dr. Theodor Klotz hatte im Oktober 2002 einen damals 66-jährigen Patienten mit Prostatakrebs zunächst erfolgreich operiert. mehr...

Weiden

Garten der Generationen greifbar

Senioren-Union und CSU-Fraktion wollen Seniorenpark mit Aktions-Parcours - Ideales Areal gefunden

Seit Theo Albrecht in der Sachsenstraße wohnt, ist er Zeuge der "Senioren-Rallye" im Viereck Esperanto-, Berliner- und Leimbergerstraße sowie zurück zu den Krummen Äckern. Bänke oder Plätze, auf denen die Senioren ausruhen, ins Gespräch oder gar richtig in Bewegung kommen könnten, gibt es nicht. Der agile ehemalige Wernberger Bürgermeister fand die Lösung: Er regte einen "Generationenpark" mit Aktions-Parcours an, der von Jung und Alt genutzt werden kann. mehr...
Gestern
Zum Artikel: Neues für Nachtschwärmer

Weiden

Neues für Nachtschwärmer

Aus "Stegers" wird "Easy-Living-Kneipe" - "Club Platinum" startet heute

Der Name? Steht noch nicht fest. Der Stil? Gleichfalls unbekannt. Ansonsten aber hat Alexander Smardenkas ganz genaue Vorstellungen von dem, was die Gäste seines neuen Lokals erwarten soll: "Wenn du das erste Mal reinkommst, musst du sagen: Wow!" mehr...
Zum Artikel: "Puppenmutter" von Weltrang

Weiden

"Puppenmutter" von Weltrang

Hanna Goetz erhält Mega-Star-Award in Moskau

Als Schülerin verfolgte sie interessiert die Anfänge des Oberpfälzer Kunstvereins. Denn Kunst hat sie schon damals brennend interessiert. Hanna Goetz, geborene Herdey, kam als Erste in ihrer aus Südmähren stammenden Familie in Weiden zur Welt. Inzwischen ist Hanna Goetz Puppenmacherin, international anerkannt in USA, Japan und Russland und lebt in Rasch bei Altdorf. Erst vor kurzem wurde die 65-Jährige beim International Moscow Doll Salon mit dem Mega-Star-Award als beste ausländische Künstlerin ausgezeichnet. mehr...
Zum Artikel: Kein "Baum für Weiden"

Weiden

Kein "Baum für Weiden"

Hilfsprojekt muss heuer entfallen - Organisatorin Heike Brembs-Thoma ist krank

Bankkauffrau Heike Brembs-Thoma hatte wie immer schon im Hochsommer damit begonnen, die Neuauflage des von ihr 2004 initiierten Hilfsprojektes "Ein Baum für Weiden" für 2008 vorzubereiten. Doch dann das: "Eine längerfristige Krankheit warf mich aus der Bahn", erklärt die 38-Jährige. Die Folge: Das Projekt, bei dem Engel mit Wünschen von hilfsbedürftigen Kindern einen Baum im Foyer der Raiffeisenbank Weiden schmückten, muss erstmals ausfallen. mehr...

Zur Person: Hanna Goetz

1947 kam Hanna Goetz, geborene Herdey, in Weiden zur Welt. 1966 legte sie das Abitur in Weiden ab. 1966 bis '69 Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschulen sowie Studium der Kunstpädagogik für mehr...

Weiden

193 Kilometer zurückgelegt

OWV-Heimatabend mit viel Musik - Wanderer des Jahres ausgezeichnet

Echte Oberpfälzer Volksmusik und unterhaltsame Mundartbeiträge wechselten sich beim Heimatabend des Oberpfälzer Waldvereins (OWV) im Pfarrheim in Rothenstadt ab. mehr...