Weiden
Nur ein "Trauerspiel"
Dr. Klotz hält nichts vom Christkindlmarkt - Plan: Stände vor Schaufenster
Weiden. (vok) Auf der Tagesordnung stand nur die Erhöhung der Marktgebühren, nachdem sich diese seit 16 Jahren nicht mehr verändert hatten. Doch urplötzlich entwickelte sich daraus im Finanzausschuss eine lebhafte Diskussion um den Christkindlmarkt. Auslöser war Prof. Dr. Theo Klotz (Bürgerliste), der den Markt als "Trauerspiel" bezeichnete, der seinen Namen nicht verdiene.
Widerspruch erntete er sowohl bei Walter Leupold und Gerd Hofmann (beide CSU) als auch bei OB Kurt Seggewiß. Leupold sagte, Klotz äußere sein "persönliches Empfinden". Der Markt werde aber gut angenommen, könne deshalb gar nicht so unattraktiv sein. Er könne sich ihn auch weihnachtlicher vorstellen, doch man müsse sich an dem orientieren, was machbar sei. "Enttäuscht von der Klotz-Wortmeldung" zeigte sich Hofmann. Er freue sich schon auf Glühwein und Bratwürstl.Der OB wollte den Christkindlmarkt nicht auf Glühwein- und Sockenverkauf reduzieren lassen. Die Kaufleute hätten sich schon viel einfallen lassen. Und die Veränderungen gingen weiter. Seggewiß kündigte für den nächsten Winter den Aufbruch der Wagenburg an. Der Markt werde sich länger ziehen, "vom Keimel bis hinter das Alte Rathaus". Ein Problem werde, dass die Buden dann vor etlichen Schaufenstern stehen werden. Seggewiß erwartet Proteste der Einzelhändler. "Das müssen wir durchstehen."
Nicht durchsetzen konnten sich Dr. Klotz und Gisela Helgath (Grüne) mit ihrer Forderung, dass Marktkaufleute, die Alkohol ausschenken, nach Regensburger Vorbild 90 Prozent Aufschlag auf die Standgebühren zahlen sollten.
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