- Seite 1
- Seite 2
Einfache Bilder ins Leben hinaus gedichtet
Der Schriftsteller Reiner Kunze eröffnet den Reigen der Autoren bei den 24. Weidener Literaturtagen
Kunze konnte sicher sein, sich unter Freunden zu befinden. Rund 250 Zuhörer hingen an seinen Lippen, ließen die wunderbare Sprache des wohl bedeutendsten deutsch-deutschen Autors in sich hineinfließen. Kunze brachte eine Auswahl aus 40 Jahren mit, von der Kindheit und Jugend in Greiz über die Grenze bis zu seinem Alterssitz bei Passau. Aus seinen Notizen "Am Sonnenhang" wuchs beim Schreiben das "Tagebuch eines Jahres". Er wollte manches, was ihn umtrieb, abschließen.
Die Kindheit war geprägt vom Großvater: Kanonier im Ersten Weltkrieg, der sich über den präzisen Schuss der amerikanischen Artillerie auf die heimische Schachtanlage wundert, der seine Tage im Bergwerk verbrachte. Er fuhr ein, wenn die Sonne aufging, fuhr aus, wenn sie unterging. und der schönste Tag seines Lebens war, als er nicht mehr einfahren musste. Es sind die einfachen Bilder, wie sie der Bub erlebt und begriffen hat. Sie prägten sein Leben. Winzige Geschichten oft wie die von dem schönen Batteriepferd. Auf sie greift er zurück, wenn er nun langsam gehend, sich selbst einholt und entspannt über einen unwirklichen Maitag schreiben kann kann:
- Seite 1
- Seite 2
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
Heute
versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren

