Kritischer Splitter
100 Jahre Brecht
Deutschland 1997, 104 min. Regie: Ottokar Runze
Keine Biografie, zum Glück, sondern eine Werkcharakteristik. Keine analytische, leider, sondern eher eine Art Werksvarieté. Verfilmt wurden Szenen aus "Baal", der "Dreigroschenoper", den "Flüchtlingsgesprächen" sowie "Furcht und Elend des Dritten Reiches". Die beiden letztgenannten Vorlagen dominieren, in Orientierung wohl an Heiner Müllers Diktum "Ohne Hitler wäre aus Brecht nicht Brecht geworden, sondern ein Erfolgsautor." Das entspricht der Intention nach dem Bruchstückhaften von wichtigen Teilen in Brechts Werk, insbesondere der Prosa. Aber es bleibt haften in der bloßen Collage, die Szenen werden nicht aufeinander bezogen und nur in offensichtlicher Weise auf die Zeitgeschichte. Die Schwierigkeiten der Analyse werden gescheut, so dass auch keine Interpretation aus ihr folgt, weder auf dem Drehbuch-Papier noch im Kopf der Zuschauer/in. Zum 109. Geburtstag von Bertolt Brecht zeigt der Regensburger Arbeitskreis Film e.V. Ottokar Runzes 100 Jahre Brecht am 13. und 14. Februar, jeweils um 21:15 Uhr im



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