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Von Barbara Munker, dpa  |  30.10.2008  | Netzcode: 1588284

Obamas "Vorgänger" im Oval Office

Ein Afroamerikaner im Weißen Haus: Hollywood hat es schon längst durchgespielt

Morgan Freeman als Präsident Tom Beck in "Deep
Morgan Freeman als Präsident Tom Beck in "Deep Impact". Bild: dpa
Barack Obama, sollte er kommende Woche gewählt werden, wäre nicht der erste schwarze Präsident, der ins Weiße Haus einzieht. Er hat schon prominente Vorgänger - zumindest auf der Leinwand und dem Bildschirm. Nicht, dass es die fiktiven "First Black Presidents", die ersten schwarzen US-Präsidenten, leicht hatten.

Als Präsident Tom Beck musste es Morgan Freeman in dem Endzeitthriller "Deep Impact - Der Einschlag" vor zehn Jahren mit einem riesigen Kometen aufnehmen, der auf die Erde zurast. Mit Chris Rock geht es in der Politsatire "Head of State" (2003) etwas alberner zu, aber auch er hat seinen Sprung ins Weiße Haus dem Ableben des Spitzenkandidat seiner Partei zu verdanken. Der kleine Stadtpolitiker rückt nach und schließlich auf zum mächtigsten Mann der Welt.
Dennis Haysbert spielte den US-Präsidenten David
Dennis Haysbert spielte den US-Präsidenten David Palmer in der Fernsehserie "24". Bild: dpa

Die TV-Thriller-Serie "24" hat gleich zwei schwarze Präsidenten zu bieten. In der Rolle von David Palmer hielt es Schauspieler Dennis Haysbert über mehrere Staffeln hinweg als erster schwarzer US-Präsident in einer Fernsehserie aus. Am Ende fiel der noble Amtsinhaber einem Attentat zum Opfer. Bruder Wayne Palmer, gespielt von D. B. Woodside, trat die Nachfolge an, wegen seiner Ungeduld und Unerfahrenheit allerdings mit weniger Erfolg.

Oscar-Preisträger Morgan Freeman (71) ist auf seinen Leinwand-Verdienst, als erster gewählter schwarzer Präsident ins Weiße Haus einzuziehen, nicht gerade stolz. Unter dem Rassenaspekt wollte er seine Rolle nicht sehen. "Ich spiele nicht den ersten schwarzen Präsidenten. Ich spiele einen Präsidenten, der zufällig schwarz ist", sagte er einmal in einem Interview.


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