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Von Ulrike Cordes, dpa  |  05.06.2008  | Netzcode: 1403285

Süßes Schweinsnäschen

"Penelope": Schräges Erwachsenen-Märchen mit Stars

Altes Geld, blaues Blut und jede Menge gesellschaftliches Ansehen - eigentlich sollte die heiratsfähige Penelope (Christina Ricci) zufrieden sein mit ihrer Familie. Jedoch war einer ihrer Vorfahren ein Schweinehund: Er schwängerte ein Dienstmädchen und ließ es dann im Stich. So kam ein Fluch über die Wilhern-Sippe - und Penelope zu einer Schweinenase.

Bunter Genre-Mix



Alle Ehebewerber - zusammengetrommelt von ihrer überbehütenden Mutter und einer Dating-Agentin - suchen das Weite, sobald sie die Erbin leibhaftig vor sich sehen. Richtig kritisch wird es aber, als der schöne, verarmte Aristokrat Max (James McAvoy) auftaucht. Aus diesem nicht sehr anspruchsvollen und vorhersehbaren Stoff formt Regisseur Mark Palansky in seinem Spielfilmdebüt ein schräges modernes Märchen für junge Erwachsene. Das hat neben allerhand Unstimmigkeiten einigen Charme und Witz sowie reizende Darsteller zu bieten. Wild und nicht immer ausgegoren mischt Palansky in seiner schon 2006 entstandenen amerikanisch-britischen Komödie Genres, Absichten und Ausstattungsstile: Er parodiert Teenager-Romanzen, Grusel- und Gangsterfilme, verbindet Schabernack mit ernsthaften Selbstfindungsbotschaften und lässt Penelopes Welt aussehen wie ein Mix aus dem London des 19. Jahrhunderts und dem New York des zwanzigsten.

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