Regensburg
Miloš Tomić: Tontaube (Hlíneny Holub)
Tschechische Republik 2005, Beta SP, Farbe, 7 min, ohne Dialog
|
| Szene aus "Tontaube" des tschechischen Regisseurs Miloš Tomić, mit Marija Djordjević. |
Immerhin wartet manch eine Regisseur/in der kurzen Form mit einer visuellen Komposition auf, die alte Themen in neues Gelände zu führen leistet, etwa der optische Glanzpunkt des Eröffnungsprogramms
Tomić ist Absolvent der FAMU, der staatlichen Filmhochschule der tschechischen Repulik. FAMU-Studierende fielen schon seit Jahrzehnten durch visuelle Originalität auf, am bekanntesten ist vielleicht der vielfältige Einsatz der Stop-Motion-Technik, deren sich auch Tomić bedient.
Er beweist, dass das Verfahren noch nicht ausgereizt ist. Die Verwandlung eines selig verliebten Post-Hippies in einen Soldaten und schließlich in ein Grab (!) ist so amüsant wie ergreifend, während sieben Minuten erscheint die Stop-Motion-Technik als recht eigentlich zum Inszenieren von Liebesvereinigung und Trennungsschmerz, zum Andeuten von Sexualtrieb und anderen inneren wie äußeren Zwängen entwickelt.
Der Film wird noch einmal gezeigt am Sonntag, 25.11.2007, 16 Uhr, im Programm "FAMU 1" innerhalb des Länderschwerpunkts Tschechien der 14. Regensburger Kurzfilmwoche. Ort: Filmgalerie im Leeren Beutel, Bertoldstr. 9, Regensburg.
Das Goetheinstitut stellt online eine komprimierte Version des Films zum Download bereit: klicken Sie hier.
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
zum Thema



versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren
