Zum Artikel: Zum Kinoprogramm

Zum Kinoprogramm

Alle Filme der Oberpfalz

mehr...
Zum Artikel: Kurz notiert

Kurz notiert

Weitere Neustarts dieser Woche

mehr...
Zum Artikel: Seelenvolle Erzählung

Seelenvolle Erzählung

Noch ein Familiendrama: "So viele Jahre liebe ich Dich"

Der Augenaufschlag der Kristin Scott Thomas ist einfach bezaubernd. Wie nur wenige Schauspielerinnen ihrer Generation versteht sie es meisterhaft, einer von ihr interpretierten Figur ein Geheimnis zu geben. mehr...
Von Christian Vogl  |  24.11.2007  | Netzcode: 1182888
Regensburg

Miloš Tomić: Tontaube (Hlíneny Holub)

Tschechische Republik 2005, Beta SP, Farbe, 7 min, ohne Dialog

Tontauben Tomic
Szene aus "Tontaube" des tschechischen Regisseurs Miloš Tomić, mit Marija Djordjević.
Dass Kurzfilme funktionieren können wie prägnante literarische Erzählungen und in gelungenen Beispielen mit einem dichterischen Reichtum aufwarten können, der von gängigen (langen) Spielfilme kaum erreicht zu werden vermag, beweist der zweite Film des Eröffnungsprogramms der 14. Regensburger Kurzfilmwoche: "Tontaube" von Miloš Tomić, der bereits vor zwei Jahren einen 1. Preis im Wettbewerb Gesten der Versöhnung des Goethe-Instituts erhalten hatte als das im damaligen Wettbewerb "herausragendste von dem künstlerischen Gesichtspunkt" aus.

Immerhin wartet manch eine Regisseur/in der kurzen Form mit einer visuellen Komposition auf, die alte Themen in neues Gelände zu führen leistet, etwa der optische Glanzpunkt des Eröffnungsprogramms

Tomić ist Absolvent der FAMU, der staatlichen Filmhochschule der tschechischen Repulik. FAMU-Studierende fielen schon seit Jahrzehnten durch visuelle Originalität auf, am bekanntesten ist vielleicht der vielfältige Einsatz der Stop-Motion-Technik, deren sich auch Tomić bedient.

Er beweist, dass das Verfahren noch nicht ausgereizt ist. Die Verwandlung eines selig verliebten Post-Hippies in einen Soldaten und schließlich in ein Grab (!) ist so amüsant wie ergreifend, während sieben Minuten erscheint die Stop-Motion-Technik als recht eigentlich zum Inszenieren von Liebesvereinigung und Trennungsschmerz, zum Andeuten von Sexualtrieb und anderen inneren wie äußeren Zwängen entwickelt.

Der Film wird noch einmal gezeigt am Sonntag, 25.11.2007, 16 Uhr, im Programm "FAMU 1" innerhalb des Länderschwerpunkts Tschechien der 14. Regensburger Kurzfilmwoche. Ort: Filmgalerie im Leeren Beutel, Bertoldstr. 9, Regensburg.

Das Goetheinstitut stellt online eine komprimierte Version des Films zum Download bereit: klicken Sie hier.

Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
zum Thema

Regensburg

Repräsentativ konservativ, punktuell experimentell

Das Eröffnungsprogramm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche: Stimmungsbild in Einzelkritiken

Am Eröffnungsabend der 14. Regensburger Kurzfilmwoche zeigten die Veranstalter unter Programmleiter Makus Prasse einen Querschnitt durch das Festivalprogramm. mehr...

Regensburg

Medienkonsum zu Hause und auswärts

Am Abend des 21. November wurde die 14. Regensburger Kurzfilmwoche eröffnet

Das Festivalkomitee hat aus den eingereichten im Verlauf des Sommers 111 Filme für die drei Wettbewerbsprogramme für aktuelle internationale, deutsche bzw. regionale Produktionen ausgewählt. Insgesamt sind Preisgelder in einem Gesamtvolumen von 12.833 Euro ausgelobt. mehr...

Regensburg

Alexander Haßkerl: Heißer Kaffee

Deutschland 2006, DV, Farbe, 6 min.

Erster Film des Eröffnungsprogramms und mit ihm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche war eine bayerische Produktion aus dem Regionalfenster: Heißer Kaffee des Steinachers Alexander Haßkerl mehr...

Simon Ellis: Soft

Großbritannien 2007, 35 mm-1:2,35 (CS), Farbe, 14 min, OF

Der fünfte Film im Eröffnungsprogramm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche war der ausgesprochen gut gelungene Kurzspielfilm Soft des Briten Simon Ellis. mehr...