Regensburg
Alexander Haßkerl: Heißer Kaffee
Deutschland 2006, DV, Farbe, 6 min.
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| Filmszene: Christina Matschoss |
Eine junge Studentin wird in ihrem Alltag (vermutlich fiktiv) porträtiert, vom Gelegenheitsjob als Zeitungswerberin bis zur wohl frustrierenden Beziehung mit einem älteren Schriftsteller. In nur sechs Minuten Spielzeit packen Haßkerl und Hauptdarstellerin Christina Matschoss eine Handvoll Beobachtungen und Emotionen, mehr oder weniger signifikant für eine Vertreterin ihrer Generation in Mitteleuropa, und evozieren ein Stimmungsbild vom Hamsterlaufrad, als das wir unseren industriellen Alltag allzuoft empfinden.
Jedoch trägt das knappe Konzept des kurzen Films nicht über ein einverständiges Nicken oder achselzuckendes Übergehen hinaus, bedingt auch durch die konventionelle Bildsprache: fast jede Einstellung liegt, naiv gesprochen, nahe an klischierten Erwartungen an die Darstellung von derlei Befindlichkeiten; als einzige Ausnahme bleibt die lange Gesichtslosigkeit des Lebensabschnittsgefährten nach der Kopulation im Gedächtnis.
So bleibt das Stimmungsbild nur Stimmungsbild, Herkunft, Ursachen oder Alternativen kommen nicht in den Blick, seien's soziale, seien's politische, seien's private.
Das gilt insgesamt für die Kurzfilmlandschaft, nicht nur die deutsche: selten erlebt die Zuseher/in ein Aha, selten erhält sie Material zum Weiterdenken und -arbeiten an die Hand.
Weitere Vorführung am Sonntag, 25.11.2007, 18 Uhr im Wintergarten des Regensburger Andreasstadls.
Die 14. Regensburger Kurzfilmwoche zeigt zwei weitere Arbeiten von Alexander Haßkerl:
- Die versiegelte Zeit am 25.11.2007 um 16:00 Uhr ebenfalls im Wintergarten
- Heimatfilm am Freitag, 24.11.2007 um 20:00 Uhr sowie am Montag, 26.11.2007 um 18:00 Uhr, jeweils im Wintergarten
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