Regensburg
Repräsentativ konservativ, punktuell experimentell
Das Eröffnungsprogramm der 14. Regensburger Kurzfilmwoche: Stimmungsbild in Einzelkritiken
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Die 14. Regensburger Kurzfilmwoche wurde am Mittwoch abend mit zwei Vorstellungen eines Querschnittprogramms eröffnet, dessen sieben Filme mit Laufzeiten zwischen 6 und 21 Minuten nach der Intention der Veranstaltenden einen quintessentiellen Ausblick auf die rund 300 Filme an gut 90 Vorstellungsterminen geben sollten.
Wie in den Vorjahren auch dürfen die Besucher/innen, diesem Abend nach zu urteilen, ein Festival von zu kurz greifenden sozialen Bestandsaufnahmen und trotz ihrer Kürze ausladenden Selbstdarstellung, der nüchternen Nabelschau ebenso wie der skurrilen Überzeichnung, schließlich des punktuell pointierten Experiments im Gros der tradierten Filmsprache erwarten. Möglicherweise deutete jedoch die Auswahl der Eröffnungsfilme darauf hin, dass dem Spaßfaktor weniger Dominanz eingeräumt wurde als in früheren Festival-Auflagen.
Alle Filme werden mindestens ein weiteres Mal auf der Kurzfilmwoche zu sehen sein. Daher bieten wir im Folgenden allen Interessierten eine Reihe von Kurzkritiken zu den Filmen an.
Alexander Haßkerl: Heißer Kaffee [ Kurzkritik ]
Deutschland 2006, DV, Farbe, 6 min.
[ Regionalfenster | Kurzkritik ]
Miloš Tomić: Tontaube (Hlíneny Holub) [ Kurzkritik ]
Tschechische Republik 2005, Beta SP, Farbe, 7 min, ohne Dialog
[ Länderschwerpunkt Tschechien, Programm "Famu 1" | Kurzkritik ]
PV Lehtinen: Der Turmspringer (Hypääjä)
Finnland 2000, 35 mm-1:1,85, s/w, 21 min, OF mit engl. UT
Aus dem Programm »Cinema Mi Vida – PV Lehtinen«
Der Turnspringer (Hypääjä) des Finnen PV Lehtinnen langweilte mit affirmativ inszenierten Sportstudien in Riefenstahl-Nachfolge, ansehnlich gefilmt, aber problematisch in seiner fetischistischen Material- und Weltsicht.
Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler: Waldmeister
Deutschland 2007, 35 mm-1:1,85, s/w, 9 min, OF
Aus dem Deutschen Wettbewerb und dem Sonderprogramm »Ökologie«
Der folgende Waldmeister der beiden Deutschen Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler ist eine ebenfalls gekonnt gefilmte, aber harmlose Satire auf Müllrecycling und arbeitsamtliche Wiedereingliederungsmaßnahmen, die einzig die unnötige Frage aufwirft, ob das Filmteam tatsächlich eine Welt der müllfreien Wiesen und Wälder oder den Wunsch nach ihr ironisieren will.
Simon Ellis: Soft [ Kurzkritik ]
Großbritannien 2007, 35 mm-1:2,35 (CS), Farbe, 14 min, OF
[ Internationaler Wettbewerb | Kurzkritik ]
Bernhard Marsch: Wohnhaft
Deutschland 2005, 35 mm-1:1,37, Farbe, 9 min, OF mit engl. UT
[ Sonderprogramm »Wohnen« ]
Mit dem Porträt eines schon pathologisch zu nennenden Aufbewahrers ("Messie") bediente der Kölner Bernhard Marsch nochmals die eminent wichtige Sparte des dokumentarischen Kurzfilms, thematisch von der Festivalleitung klug gewählt, ist doch das Sammeln und das Archivieren zu den originären Tätigkeiten von Filmschaffenden und Filmliebenden.
Jonathan Hodgson: The Man With The Beautiful Eyes [ Kurzkritik ]
Großbritannien 1999, Beta SP, Farbe, 6 min, OF
[ Sonderprogramm »Literatur 3« | Kurzkritik ]
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